Von Frosch, Kröte und Molch
Ergebnisse über Amphibienvorkommen im Bezirk liegen vor

Der Teichfrosch fühlt sich in vielen Gewässern wohl, seltenere Amphibien sind im Bezirk vor allem in Marienfelde im und rund um den Freizeitpark zu finden. Die Wechselkröte gibt es sogar nur dort.
  • Der Teichfrosch fühlt sich in vielen Gewässern wohl, seltenere Amphibien sind im Bezirk vor allem in Marienfelde im und rund um den Freizeitpark zu finden. Die Wechselkröte gibt es sogar nur dort.
  • Foto: pixabay
  • hochgeladen von Susanne Schilp

Wie steht es um Frosch, Kröte & Co.? Das Umwelt- und Naturschutzamt hat in den vergangenen Jahren regelmäßig 27 kleine Gewässer untersucht und Amphibien erfasst. Nun liegen die Ergebnisse vor.

Im Alt-Bezirk Schöneberg kamen nur drei Gewässer in Betracht: der Lindenhofweiher, der Krumme Pfuhl und die Blanke Helle, alle drei liegen an der Grenze zu Tempelhof. Hier sichteten die Stadtnaturranger ausschließlich Teichfrösche, die häufigste beobachtete Amphibie. Die grünen Hüpfer tummeln sich an sämtlichen untersuchten Seen und Pfuhlen. Die einzige Ausnahme bildet der Francketeich.

Insgesamt kommen acht Amphibienarten im Bezirk vor. Neben dem Teichfrosch recht häufig sind Grasfrosch, Erdkröte und Teichmolch. Dagegen wurden Moorfrosch, Knoblauchkröte und Kammmolch nur in einigen Gewässern nachgewiesen. Am seltensten ist die Wechselkröte, sie lebt nur im Freizeitpark Marienfelde, deshalb gab sie dem feuchten Habitat auch ihren Namen – Wechselkrötenteich.

Dieses Gewässer ist übrigens das einzige, in dem sich alle acht Amphibienarten tummeln. Fünf von ihnen stehen auf der Roten Liste Berlins. Als gefährdet gelten Kammmolch, Knoblauchkröte, Moorfrosch, Grasfrosch und – wenig überraschend – Wechselkröte. Die Tiere haben vor allem unter den geringen Niederschlägen zu leiden. Denn wenn es nicht ausreichend regnet, können ihre Laichgewässer austrocknen, auf die sie im Frühling angewiesen sind. Aber auch der Verlust von Lebensräumen an Land, zum Beispiel Unterholz und Wiesen, setzt den kleinen Lebewesen zu. Schließlich gibt es auch Fressfeinde: Fische und zunehmend auch Einwanderer wie der Waschbär. Deshalb lässt Umweltstadtrat Oliver Schworck (SPD) einen „Masterplan Amphibienschutz“ erarbeiten, der voraussichtlich im kommenden Sommer fertig ist. Er soll Vorschläge für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sowie für die Regulierung der Wasserstände machen.

Vom Kynasteich in Neu-Tempelhof bis zum Waldpfuhl im südlichen Lichtenrade: Wer sich einen Überblick über die Amphibienvorkommen im Bezirk verschaffen will, kann sich die Ergebnisse der Kartierungen und eine Verbreitungskarte ansehen.

Zu finden sind sie auf der Internetseite des Bezirks unter https://bwurl.de/15up.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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