Egoistische Bürger - Ministerin stellt Volksentscheid in Frage

Die Diskussion um die Zukunft des Tempelhofer Feldes kommt nicht zur Ruhe.
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Tempelhof. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) hat die Endgültigkeit des Volksentscheids zum ehemaligen Tempelhofer Flugfeld in Frage gestellt und wieder eine mögliche Bebauung ins Gespräch gebracht. Alles andere hält sie für „egoistisch“.

Die Sozialdemokratin erklärte am 17. März im Rahmen einer Konferenz über Wohnungsbau und Flüchtlingsintegration in Berlin, dass sie den Eindruck hätte, dass die Bürger, die beim Volksentscheid 2014 generell gegen eine Bebauung gestimmt haben, „verhältnismäßig egoistisch“ gehandelt hätten. Die Politikerin geht davon aus, dass die letzte Messe für eine mögliche Bebauung des Tempelhofer Feldes noch nicht gelesen sei und die Pläne „in einiger Zeit noch einmal aufgerollt“ werden. Ihr sei zwar klar, dass Freiflächen erhalten bleiben müssten, aber eine Randbebauung sinnvoll wäre.

Bekanntlich hatte der Volksentscheid 2014 schlussendlich zu einem Tempelhof-Gesetz geführt, das die vom Senat ursprünglich geplante Bebauung des früheren Flughafens generell untersagt. Alles sollte so bleiben, wie es ist. Allerdings haben Senat und Abgeordnetenhaus das Gesetz Anfang des Jahres schon etwas „aufgeweicht“, um Unterkünfte für Flüchtlinge zu bauen. HDK

Die Diskussion um die Zukunft des Tempelhofer Feldes kommt nicht zur Ruhe.
Auf der Politebene sind die Bebauungspläne für das Tempelhofer Feld trotz Volksentscheid  offenbar noch nicht erledigt.
Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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