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Immense Wasserschäden: Weit über 100 000 Euro allein am 29. Juni

Tempelhof-Schöneberg. Die starken Niederschläge der vergangenen Wochen werden teuer für den Bezirk. Allein die durch den sintflutartigen Regen vom 29. Juni angerichteten Schäden schlagen mit weit über 100 000 Euro zu Buche.

Und das ist nur eine erste Schätzung. Danach sind an diesem Donnerstagabend an den bezirklichen Gebäuden wie Schulen und Rathäusern Schäden, insbesondere infolge vollgelaufener Keller, von etwa 45 000 Euro entstanden. Für die Beseitigung von Schäden auf öffentlichem Straßenland, beispielsweise Gehwegunterspülungen, rechnet das Bezirksamt mit etwa 50 000 Euro. Und der Fachbereich Grünflächen beziffert den Schaden, unter anderem für die Beseitigung von umgestürzten Bäumen, auf 15 000 bis 20 000 Euro. Das wohlgemerkt allein für den 29. Juni. Dazu kommen die darauf folgenden Starkregentage mit weiteren Schäden, für die es momentan noch keine Schätzung gibt.

Insgesamt sind das Probleme, die mehr oder weniger alle Bezirke haben dürften. Jedenfalls war die Feuerwehr am 29. Juni stadtweit im Dauereinsatz und hatte für mehrere Stunden sogar den Ausnahmezustand ausgerufen und zudem das Technische Hilfswerk (THW) zu Hilfe gerufen. Es kam zu Überschwemmungen, Bäume wurden entwurzelt und unzählige Äste brachen krachen ab. Beispielsweise stürzte in Marienfelde ein Baum ins Gleisbett der S-Bahnlinie 2 und unterbrach stundenlang den Bahnverkehr, und unter den Yorkbrücken kamen Autofahrer förmlich ins Schwimmen, weil sich die Straße in eine Art Bach verwandelt hatte.

Es hätte noch schlimmer kommen können: „Durch das unverzügliche Eingreifen, noch während der Nacht von Donnerstag auf Freitag, konnten zumindest größere Folgeschäden in Gebäuden verhindert werden“, erklärt der für die Bezirksimmobilien zuständige Stadtrat Jörn Oltmann (Grüne) und fügt hinzu, dass externe Vertragspartner, „Personal und Gerät zeitnah und anforderungsgerecht“ zur Verfügung gestellt hätten.

Und der nächste Regen kommt bestimmt. Doch lediglich „in besonderen Einzelfällen“ wie im Rathaus Schöneberg werden bereits mobile Pumpen vorgehalten, um unverzüglich zu reagieren. "Zusätzlich sind über Rahmenverträge geeignete Unternehmen für Notfallsituationen gebunden“, so der Stadtrat. HDK

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