Vélazquez olé: Gemäldegalerie wirft einen Blick auf das spanische Goldene Zeitalter

Eine Ikone der spanischen Malerei:Bartolomé Esteban Murillos "Die Pastetenesser", um 1670/75. Die Münchner Alte Pinakothek hat sie nach Berlin ausgeliehen.
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  • Eine Ikone der spanischen Malerei:Bartolomé Esteban Murillos "Die Pastetenesser", um 1670/75. Die Münchner Alte Pinakothek hat sie nach Berlin ausgeliehen.
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Tiergarten. Erstmals sind die Malerfürsten des spanischen Goldenen Zeitalters außerhalb der iberischen Halbinsel in einer umfassenden Ausstellung zu sehen. Die Gemäldegalerie zeigt den ganzen Sommer über „El Siglo de Oro. Die Ära Velázquez“.

Die Bilderschau wird in der Hauptstadt zum Spanien-Event. Unter dem Motto „Goldener Sommer in Berlin“ (www.goldenersommer.de) haben zahlreiche Partner, von den Museen am Kulturforum bis zur Tapas-Bar, ein vielseitiges Programm auf die Beine gestellt, zu dem Ausstellungen, Konzerte, Vorträge, Filmvorführungen und andere Aktionen gehören.

Ausgelassen wird ein Zeitalter gefeiert, das unbestritten zu den bedeutendsten europäischen Kulturepochen zählt, aber gar nicht so golden war, wie man glaubt. Das 17. Jahrhundert, um das es geht, war geprägt von Epidemien, Hungersnöten und Kriegen. Unter Philipp IV., der 1621 den Thron bestieg, verlor Spanien seine Hegemonie in Europa. Das Land erlebte mehrere Staatsbankrotte und Aufstände, insbesondere in Katalonien. Portugal gelang die Unabhängigkeit.

Doch das gebeutelte Jahrhundert brachte neben Meisterwerken der Literatur wie Cervantes’ Don Quijote, des Theaters und der Musik auch geniale Maler hervor. Genannt seien Diego Velázquez, Bartolomé Esteban Murillo oder Francisco de Zurbarán, die Bildhauer Gregorio Fernández, Pedro de Mena oder Juan Martínez Montañés.

Die Gemäldegalerie, die selbst eine der bedeutendsten Sammlungen spanischer Gemälde in Deutschland besitzt, zeigt am Beispiel von über 130 Meisterwerken von 64 internationalen Leihgebern, unter ihnen das Museo del Prado in Madrid, das Metropolitan Museum of Art in New York, der Louvre in Paris sowie das Museo Nacional de Escultura in Valladolid, die beeindruckende Vielfalt der Malerei und Skulptur des 17. Jahrhunderts. Zu sehen sind auch bislang kaum bekannte Künstler wie Alonso Cano und Gregorio Fernández.

Die Schau am Kulturforum, die in Zusammenarbeit mit der Kunsthalle München entstanden ist, konzentriert sich in chronologischer Abfolge auf die wichtigsten Kunstregionen Kastilien, Valencia und Andalusien sowie auf die künstlerischen Themen Porträtmalerei und Stillleben und das Zusammenspiel von Malerei und Bildhauerei, das sich eindrucksvoll bei den vielfarbigen Holzskulpturen zeigt.

Das Kupferstichkabinett hat für „El Siglo de Oro“ Schätze spanischer Zeichenkunst hervorgeholt, die in einem Raum der Ausstellung zum ersten Mal zu sehen sind. Zeitgenössische spanische Künstler zeigen im Foyer des Kulturforums Installationen, die sich mit der Epoche auseinandersetzen. KEN

„El Siglo de Oro. Die Ära Velázques“ läuft bis 30. Oktober und ist geöffnet dienstags, mittwochs und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags bis 20 Uhr sowie sonnabends und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 14, ermäßigt sieben Euro. Weitere Informationen auf www.el-siglo-de-oro.de. Zur Ausstellung ist ein umfassender Katalog erschienen. Er kostet im Museum 29 Euro und im Buchhandel 49,90 Euro.
Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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