Trümmersäule bleibt duster
Bezirksamt will Kunstwerk im neuen Park nicht anstrahlen

Die Trümmersäule auf dem Max-Josef-Metzger-Platz: Mittlerweile ist die Neugestaltung der Grünanlage fast abgeschlossen.
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Das Bezirksamt wird die sogenannte Trümmersäule auf dem Max-Josef-Metzger-Platz nicht mit Stahlern beleuchten. Das wurde jetzt der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) mitgeteilt.

Die Bezirksverordneten hatten im September beschlossen, dass der Bezirk „die Unterhaltungs- und Betriebskosten für die Trümmersäule auf dem Max-Josef-Metzger-Platz für mindestens zehn Jahre übernehmen und damit die Beleuchtung zu den Betriebszeiten der regulären Straßenbeleuchtung sicherstellen“ soll. Das Bezirksamt bezieht sich in seiner Absage auf das Grünanlagengesetz, wonach es keine „Verpflichtung zur Beleuchtung von öffentlichen Grünanlagen“ gibt. Außerdem seien nicht die Stromkosten das Problem, sondern der zu erwartende Reparaturaufwand wegen „sinnlosem Vandalismus. Das Amt befürchtet, dass die Beleuchtung mit Farbe besprüht, zertreten oder mit Steinen kaputt geworfen wird.

Die Trümmersäule im Max-Josef-Metzger-Platz genannten Park, der derzeit saniert wird, ist ein Kunstwerk von Gerhard Schultze-Seehof. Die Stele aus Trümmerschutt wurde 1954 aufgestellt und soll den Wiederaufbau nach dem Krieg und die Leistungen der Trümmerfrauen darstellen. Auf dem zwölf Meter hohen Pfeiler sind Mosaikreliefs eingearbeitet. Bei den Darstellungen soll es auch um Kritik am politischen System der DDR gehen. So weist die Seite mit dem Thema Sklaverei Richtung Hennigsdorf. Aus dem dortigen DDR-Stahlwerk sollen beim DDR-Arbeiteraufstand 1953 Stahlkocher über die in West-Berlin liegende Müllerstraße in Richtung Ost-Berlin gezogen sein, um gegen die Normerhöhungen zu demonstrieren.

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