Nicht nur Lagerfeuerromantik
Pfadfinderschaft der Weißenseer Baptistengemeinde begeht ihr zehnjähriges Jubiläum

Die Pfadfinder nahmen natürlich auch am Bundeslager der Pfadfinder 2019 teil.
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  • Die Pfadfinder nahmen natürlich auch am Bundeslager der Pfadfinder 2019 teil.
  • Foto: Jonathan Fähndrich.
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Die Baptistische Pfadfinderschaft aus Weißensee wird in diesen Wochen zehn Jahre alt. Dieses Jubiläum feiern die Pfadfinder am 28. September mit Eltern und Freunden ab 19.30 Uhr in ihrer Festjurte auf dem Gelände des Archäologie- und Abenteuerspielplatzes Moorwiese in der Wiltbergstraße 29a.

Einen Tag später, also am 29. September, gestalten die Pfadfinder im Rahmen ihres Jubiläums um 10 Uhr in der Immanuel-Kapelle der Baptistengemeinde Weißensee, Friesickestraße 15, einen Pfadfindergottesdienst. Im Herbst 2009 gründete Torsten Milkowski, der Pastor der Weißenseer Baptistengemeinde, eine Ortsgruppe der Baptistischen Pfadfinderschaft in Berlin. Diese engagiert sich mit derzeit 60 Mitgliedern in Weißensee, aber auch in Schöneberg und Prenzlauer Berg.

Jeden Tag eine gute Tat? Fast jeder hat seine Vorstellung davon, was Pfadfinder so alles machen. Das reicht von Lagerfeuerromantik bis zu Omas-über-die-Straße-Bringen. Das alles ist nicht ganz falsch, aber auch nicht ganz richtig. Bei den Pfadfindern kann man noch viel mehr erleben: Spiel, Sport, Handwerk, Musik, Fahrten, Lager und jede Menge Spaß. „Ich bin selbst seit meinem zehnten Lebensjahr Pfadfinder“, sagt Torsten Milkowski. „Als ich 2007 in die Gemeinde nach Weißensee kam, stellte ich fest, dass es im Ortsteil noch keine Pfadfindergruppe gibt.“ Und so kam der Pastor mit anderen Pfadfindern auf die Idee, dies zu ändern. Er lud Weißenseer Eltern zu einem ersten Informationsgespräch ein. Diese erfuhren zum Beispiel, dass bei den Pfadfindern jeder unabhängig von einer konfessionellen Zugehörigkeit mitmachen kann. Außerdem hörten viele Eltern erstmals, was ihre Kinder fast spielerisch bei den Treffen alles lernen: vom Knüpfen von Knoten bis zum Aufbauen eines Zeltes. Die Resonanz ließ nicht lange auf sich warten. Und so fanden im Herbst 2009 die ersten Treffen junger Pfadfinder in Weißensee statt.

Und nun gibt es die Pfadfinderschaft bereits seit zehn Jahren. „Ich hätte nie gedacht, dass die Zeit so schnell vergeht“, gesteht Torsten Milkowski. „Viele Abenteuer haben die Pfadfinder aus Weißensee in den zurückliegenden Jahren auf ihren Fahrten erlebt.“ So waren sie zum Beispiel mehrere Wochen mit Zelt und Schlafsack in Finnland, Sizilien, auf Kreta oder in der Provence unterwegs. Weiterhin fanden viele kleine Wochenendaktionen, Stadt- und Waldgeländespiele oder auch größere und kleinere Lager statt.

Auch am Kiezleben beteiligten sich die Weißenseer Pfadfinder, bepflanzten in Weißensee zum Beispiel Baumscheiben. „Bei uns ist immer etwas los. Jede und jeder kann mitmachen und sich ausprobieren“, so Milkowski. Er freut sich außerdem, dass die Weißenseer Ortsgruppe zum Jubiläum als Stamm „Großer Bär“ von der Baptistischen Pfadfinderschaft bestätigt wird. Diese hat bundesweit über 2000 Mitglieder. Die Pfadfinderarbeit wurde vor mehr als 100 Jahren durch einen Engländer ins Leben gerufen. Mit ihrem erfahrungs- und erlebnisorientierten Grundsatz „Lernen durch Ausprobieren“ (learning by doing) ist sie nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit in der Jugendhilfe anerkannt.

Im Januar 2020 soll übrigens eine neue Kindergruppe für Mädchen und Jungen, die „Wölflinge“, bei den Weißenseer Pfadfindern starten. Kinder, die Interesse haben, können von ihren Eltern bei Pastor Torsten Milkowski angemeldet werden unter Tel. 0176 45 95 77 23 oder per E-Mail an pastor@efg-weissensee.de.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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