Seit 2008 begeistert sein "NoonSong"
Stefan Schuck erhält das Bundesverdienstkreuz

Den richtigen Riecher hatte Stefan Schuck, den "NoonSong" in Berlin einzuführen. Dafür wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
  • Den richtigen Riecher hatte Stefan Schuck, den "NoonSong" in Berlin einzuführen. Dafür wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
  • Foto: NoonSong e.V.
  • hochgeladen von Matthias Vogel

Eine besondere Würdigung erfährt der künstlerische Leiter des "NoonSong", Stefan Schuck, am 1. Juli: Das Bundesverdienstkreuz wird ihm durch Staatssekretär Gerry Woop, Senatsverwaltung für Kultur und Europa, überreicht.

Stefan Schuck lag mit seiner Idee, jeden Sonnabend um 12 Uhr einen kurzen, kunstvoll gesungenen Gottesdienst im säkularen Berlin anzubieten, offenbar richtig. Allein dieses Jahr gab es bisher 22 "NoonSongs" mit mehr als 4500 Besuchern. Die Musik- und Kulturbegeisterten, Christen und Nichtchristen, Berliner und Touristen kommen in die Kirche Am Hohenzollernplatz – ein Kulturdenkmal des Expressionismus'. Sie schätzen die "NoonSong"-Atmosphäre, die ökumenische Weite und die Chormusik von der Gregorianik bis zu Uraufführungen. Manche verbinden die halbe Stunde Besinnung mit einem Besuch auf dem Wochenmarkt vor der Kirche.

Die Geschichte des Events begann mit einer Vision: 2008 hatte Stefan Schuck die Idee, das Modell der anglikanischen Evensongs nach Berlin zu bringen. Die Abendandachten englischer Colleges mit ihren Chorgesängen, oft auf künstlerisch höchstem Niveau, hatten es ihm angetan. Die Idee wurde nach Berlin transportiert, mit dem evangelischen Bischof von Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber, in eine liturgische Form gegossen, in der Kirche Am Hohenzollernplatz umgesetzt, auf die Mittagszeit verlegt, und was am Anfang unglaublich schien: Die 30 Minuten Chormusik gewann mehr und mehr Anhänger. "30 Minuten Himmel auf Erden" sagen viele, die das Gotteshaus nach der kurzen Besinnungspause verlassen.

Der erste "NoonSong" im zweiten Halbjahr findet am Sonnabend, 3. August, um 12 Uhr statt, der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind willkommen.

Autor:

Matthias Vogel aus Charlottenburg

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