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Unkraut vernichten: Glyphosat kommt auch in Kleingärten zum Einsatz

Klingt absurd, ist aber Realität: Das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat kommt auch in Städten zum Einsatz.


Der Streit um die Verlängerung der Zulassung von Glyphosat beschäftigte wochenlang die Presse und erst kurz vor knapp trafen die EU-Länder im Dezember eine Entscheidung dafür. Also dürfen Landwirte es weiterhin nutzen. Das ist die eine Seite. Aber muss es das Zeug in jedem Baumarkt geben? Erreichbar für jeden Kleingärtner?

Das kann ich nicht verstehen. Noch immer ist nicht geklärt, welche Gesundheitsgefahren wirklich von dem Totalherbizid ausgehen. Das allein hätte meiner Meinung nach schon für ein Verbot gereicht. EU-weit gibt es das in den nächsten fünf Jahren nun nicht, aber hier im Land wäre es möglich. Ich habe mal bei der Senatsverwaltung für Umwelt nachgefragt, was in Berlin gilt. Auf städtischen Flächen wird demnach kein Glyphosat eingesetzt, Bezirke und BSR verzichten darauf.

Doch auf privaten Flächen ist es eben Privatsache. Punkt. Ein Verbot müsste der Bund aussprechen. Medienberichten zufolge denkt Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt sogar darüber nach. Nun soll die Gesundheitsgefahr genauer untersucht werden. Wird auch Zeit. Ich könnte jedenfalls die Gurken aus meinem Garten nicht mit Appetit essen, wenn ich das Unkraut drumherum mit Glyphosat bekämpft hätte. Aber ob Mittel, die als Alternative eingesetzt werden, nicht ähnlich schädlich sind? Sollte Glyphosat in privaten Gärten verboten werden?

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