Einigkeit über Uneinigkeit beim RAW-Gelände
Wie dicht am Ziel?

Es gibt noch einige Brachflächen auf dem RAW-Gelände. Sie sollen teilweise bebaut werden. Vor allem der von den Eigentümer vorgesehene Umfang stößt auf Kritik.
  • Es gibt noch einige Brachflächen auf dem RAW-Gelände. Sie sollen teilweise bebaut werden. Vor allem der von den Eigentümer vorgesehene Umfang stößt auf Kritik.
  • Foto: Thomas Frey
  • hochgeladen von Thomas Frey
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Der Zwischenbericht des Baustadtrats klang zunächst zwar eher optimistisch. Allerdings musste auch Florian Schmidt (Grüne) „Punkte mit Dissens“ einräumen.

Es geht um das RAW-Gelände und seine Zukunft. Dazu hat es 2018 mehrere Werkstätten und Fachgespräche gegeben. Deren Ergebnisse werten die Hauptbesitzer des Areals, die Kurth-Gruppe und International Campus, als Beleg für ihre Kompromissbereitschaft.

Unterschiedliche Initiativen sprechen dagegen von einem nicht neutralen Verfahren. Sie haben inzwischen einen Einwohnerantrag mit mehr als 5000 Unterschriften eingereicht. Eine Kernforderung: Die künftige Entwicklung soll aus dem Bestand und eher behutsam stattfinden.

Was vor allem das Bauvolumen betrifft, die bei der Sitzung des Stadtplanungsausschuss am 23. Januar viel zitierte „Dichte“. Die Eigentümer planen umfassende Neubauten. Der gehe mit einem Abriss vieler bestehender Hallen einher, beklagen die Gegner und fordern ein massives Reduzieren. Selbst mit dem aktuellen Betrieb ließe sich noch genügend Gewinn aus dem Gelände herausholen.

Dazwischen die Position des Bezirks, skizziert als ein Geben und Nehmen. Eine entsprechende Baumasse im Verhältnis zu Verpflichtungen für die Allgemeinheit.

Langfristige Verträge
für öffentliche Einrichtungen

International Campus will mit Raum für öffentliche Einrichtungen punkten. Von Kita und Schule bis zu Schwimmbad oder einem Gemeindehaus. Im Bereich der Kurth-Gruppe geht es vor allem um den Erhalt des sogenannten soziokulturellen L. Darunter zu verstehen sind mehrere Gebäude, die sich ungefähr wie dieser Buchstabe anordnen. Deren Mieter sollen auch langfristig mit günstigen Verträgen ausgestattet und das Ensemble auf Jahrzehnte für diesen Zweck festgeschrieben werden. Als Hauptmieter soll die gemeinnützige GSE fungieren, mit der Verhandlungen laufen. Gerade hier greift das Junktim: Je mehr Entgegenkommen, umso höhere „Dichte“. Mit der GSE wären die Gespräche auf gutem Weg, erklärte Lauritz Kurth. Mehr Probleme sah er zwischen ihr und ihren künftigen Nutzern.

Denn die Akteure und Initiativen scheinen sich ebenfalls nicht einig zu sein. Damit werde aber eine Chance verpasst, mahnte Lothar Jösting-Schüßler (Linke). Der Aushandlungsprozess wird sich wohl noch länger hinziehen.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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