Gesicht zeigen
Nachbarschaftsinitiative startet in die Gartensaison

Porträts in den Fenstern des Bunten Hauses, Treffpunkt im Kiez, zeigten die Gesichter der Mitglieder der Garteninitiative.
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  • Porträts in den Fenstern des Bunten Hauses, Treffpunkt im Kiez, zeigten die Gesichter der Mitglieder der Garteninitiative.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Mit einer Auftaktveranstaltung im Bunten Haus hat die Initiative für einen Nachbarschaftsgarten auf dem Gut Hellersdorf die diesjährige Pflanzsaison eingeläutet. Es gab Workshops, Gespräche und die Ausstellung „Hellersdorfer Gesichter“.

Mit der Ausstellung der rund 20 Porträts von Mitgliedern und Unterstützern soll „der Initiative ein Gesicht gegeben und ihr Zusammenhalt gefördert werden“, sagt Lisa Dobkowitz von der Gesellschaft Prinzessinnen-Garten-Bau. Das Unternehmen begleitet seit 2016 den Aufbau eines Anwohnergartens auf dem Gut Hellersdorf. Die Unternehmergesellschaft ist aus der Initiative für den Prinzessinnengarten entstanden, der 2009 auf dem Moritzplatz in Kreuzberg als Gemeinschaftsgarten angelegt wurde. Seitdem hat der Prinzessinnen-Garten-Bau über 140 Gartenprojekte an Schulen, öffentlichen Gebäuden oder für Firmen initiiert und entwickelt. 

In den zurückliegenden drei Jahren ist die Zahl der Mitglieder und Unterstützer, die sich am ökologischen Gartenbau auf dem Stadtgut beteiligen, stetig gewachsen. Neben Treffen, Workshops und den Porträts sind Gespräche ein weiteres Mittel, um den Zusammenhalt der bunten Truppe aus Freiwilligen zu festigen. „Es geht um die Lebensgeschichte dieser Menschen und deren Motivation, bei uns mitzumachen“, sagt Cecile Wagner von Prinzessinnen-Garten-Bau. Die Porträts und die Lebensgeschichten sollen in weitere Ausstellungen einfließen und vielleicht auch in eine Broschüre.

Einer der Hellersdorfer, die sich Ende März im Bunten Haus auf ein solches Gespräch einließen, ist Michael Brunn (70). Der promovierte Philosoph lebt seit 1988 in Hellersdorf. „Die gemeinsame Arbeit an dem Garten ist eine gute Möglichkeit, für eine bessere Nachbarschaft im Kiez zu sorgen“, erklärt er.

Seit rund zwei Jahren schon beteiligt sich Gisela Becher (65) an dem Gartenprojekt. „Auf den Hochbeetgarten bin ich durch einen Spaziergang mit meinem Mann aufmerksam geworden“, erzählt die gelernte Gärtnerin. Durch die Mitarbeit habe sie viele neue Menschen kennengelernt und eine interessante Aufgabe gefunden.

Einer der Organisatoren von Prinzessinnen-Garten-Bau ist Daniel Dermitzel. Es werde hauptsächlich Gemüse gesät und gepflanzt. Der wichtigste Termin dieses Jahres werde der Umzug des Gartens auf dem Gutsgelände von seinem bisherigen Standort hinter einer ehemaligen Scheune auf das Gelände des ursprünglichen Gutsgartens sein. Das sei schon eine Herausforderung, denn der neue Garten umfasse inzwischen rund 70 Hochbeete.

Die Garteninitiative trifft sich jeden Donnerstag von 15 bis 19 Uhr und jeden Sonnabend von 11 bis 14 Uhr auf dem Gutsgelände, Alt-Hellersdorf 17.

Mehr Informationen gibt es auf guthellersdorf.net

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