Der Hauptmann im Polizeimuseum: Ausstellung zur Köpenickiade

Wilhelm Voigt in Uniform.
  • Wilhelm Voigt in Uniform.
  • Foto: Archiv Museum Köpenick
  • hochgeladen von Ralf Drescher

Tempelhof. Vor 110 Jahren, am 16. Oktober 1906, machte Wilhelm Voigt (1849-1922) als Kassenräuber die Stadt Köpenick und sich selbst berühmt. Ihm ist jetzt eine Ausstellung im Polizeipräsidium gewidmet.

Der arbeitslose Schuster hatte sich bei einem Potsdamer Trödler eine Hauptmannsuniform gekauft. Damit und mit ein paar forschen Befehlen brachte er zwei Gruppen von Wachsoldaten unter sein Kommando und fuhr nach Köpenick. Dort verhaftete er den Bürgermeister und steckte sich rund 3000 Mark aus der Stadtkasse ein. Der Rest ist Geschichte, die mehrfach verfilmt oder ins Theater gebracht wurde.

Zum 110. Jubiläum der Köpenickiade hat die Polizeihistorische Sammlung mit historischen Dokumenten und Exponaten eine Sonderausstellung vorbereitet. Sie ist vom 4. bis 29. Juli bei freiem Eintritt zu den üblichen Dienstzeiten im Polizeipräsidium, Platz der Luftbrücke 6, zu sehen. RD

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