Saftkarton wird zur Druckplatte
Harald Reibke zeigt Ausstellung „Hoch- und Tiefdruck“

Harald Reibke in seiner aktuellen Ausstellung in der Mittelpunktbibliothek Köpenick.
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  • Harald Reibke in seiner aktuellen Ausstellung in der Mittelpunktbibliothek Köpenick.
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Seit 1962 ist Harald Reibke (82) Köpenicker. Und noch länger befasst er sich mit der Kunst als Hobby.

Wir haben schon mehrfach über ihn berichtet, zuletzt über seine Jubiläumsausstellung zum 75. Geburtstag vor sieben Jahren. Jetzt präsentiert er seine 36. Personalausstellung. „Meine erste eigene Ausstellung hatte ich 1988 in der kommunalen Galerie Grünstraße“, erinnert er sich. Reibke ist Ingenieur im Ruhestand. Künstlerisch betätigt hatte er sich bereits als Oberschüler und später als Student an der Technischen Hochschule Ilmenau. „Von dort kam ich als Absolvent 1962 ans Funkwerk Köpenick. Dort lernte ich die Bildhauerin Ingeborg Hunzinger kennen, die zur Betreuung von Volkskünstlern eingesetzt war“, erzählt Reibke.

Eine Zeit lang hat er selbst Plastiken gefertigt, seit vielen Jahren stehen aber die verschiedensten Druckverfahren im Vordergrund. Dabei hat er zum Beispiel den klassischen Holzschnitt abgewandelt. In einigen Motiven werden Objektteile mehrfach eingesetzt, dabei teilweise gedreht und mit anderer Farbe versehen. „Dadurch sind auch meine Holzschnitte oft Unikate“, erklärt Reibke.

Für eines dieser Werke werden sechs bis zehn Druckplatten eingesetzt. Dabei sollen seine Motive nicht nur schön aussehen. Zwei Bilder sind dem 11. September 2001 gewidmet. Eines zeigt schemenhaft das Areal der zerstörten Doppeltürme, im zweiten Bild ist der dort errichtete Neubau zu sehen. Motive, die Reibke auf Reisen, unter anderem in Italien, Schottland und Griechenland findet, werden in einer Art Radierung dargestellt. Dabei verwendet er jedoch nicht handelsübliche Druckplatten aus Zink oder Kupfer, sondern die aluminiumbeschichteten Innenseiten von Saftkartons.

Während er bei früheren Ausstellungen viele kleinere Kunstwerke präsentiert hat, nutzt er nun die Chancen, die die großflächigen Wände der Mittelpunktbibliothek Köpenick bieten. „Hier habe ich endlich die Möglichkeit, Drucke zu zeigen, die über das für Wohnräume geeignete Format hinausgehen“, so Reibke.

Die Druckgrafik von Harald Reibke ist noch bis zum 27. April in der Mittelpunktbibliothek Köpenick, Alter Markt 2, zu sehen. Geöffnet ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 10 bis 20 Uhr, Mittwoch von 13 bis 20 Uhr und Sonnabend von 10 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen unter www.reibke-berlin.de.

Autor:

Ralf Drescher aus Lichtenberg

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