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Zwei neue Flüchtlingsunterkünfte

Auf dieser Brache am Bohnsdorfer Weg soll eine Unterkunft für 500 Flüchtlinge entstehen.
Auf dieser Brache am Bohnsdorfer Weg soll eine Unterkunft für 500 Flüchtlinge entstehen. (Foto: Ralf Drescher)

Im Bezirk wird es demnächst zwei neue Flüchtlingsunterkünfte geben. Auf der Senatssitzung Ende März wurden berlinweit 25 Standorte beschlossen, zwei davon liegen in den Ortsteilen Altglienicke und Köpenick.

Gebaut werden sollen aber keine Containersiedlungen, sondern reguläre Wohnungen, sogenannte Modulare Flüchtlingsunterkünfte (MUF). Das sind Gebäude, die aus vorgefertigten Teilen vor Ort zusammengesetzt werden. Sie haben eine Lebensdauer von mindestens 60 Jahren und sollen später auch als preiswerter Wohnraum für Berliner genutzt werden.

Im Bezirk hat sich der Senat auf zwei Standorte festgelegt. Am Standort Bohnsdorfer Weg 109-119 befand sich einst eine Gewerbeansiedlung, seit Jahrzehnten liegt das Areal brach. Auf einem Nachbargrundstück baut die Degewo seit Dezember 2017 an 72 Wohnungen. Auf der anderen Straßenseite des Bohnsdorfer Wegs befinden sich private Einfamilienhäuser.

Zweiter Standort ist die Salvador-Allende-Straße 89-91. Dort befindet sich noch die Ruine eines früheren Seniorenheims. Teile des Gebäudes wurden bereits provisorisch als Flüchtlingsunterkunft genutzt. Der Baukörper, darunter Versorgungsleitungen und Elektroanlage sind verschlissen, eine Sanierung lohnt nicht. An diesem Standort könnte ein Teil des Grundstücks abgetrennt und als Baugrundstück für eine Wohnungsgesellschaft oder -genossenschaft genutzt werden.

An beiden Standorten soll jeweils Platz für rund 500 Flüchtlinge geschaffen werden. Einen Zeitplan gibt es jedoch noch nicht.

„Die Modulbauten unterscheiden sich deutlich von den bisher errichteten Containern und entsprechen eher normalem Wohnungsbau. Eine Nutzung als normal vermietbare Wohnungen ist aber frühesten nach drei Jahren Nutzung zur Flüchtlingsunterbringung möglich“, teilt Bürgermeister Oliver Igel (SPD) mit.

Die Standortwahl war auch deshalb kompliziert, weil aus Kostengründen nur kommunale oder staatliche Grundstücke einbezogen wurden. Am Bohnsdorfer Weg plant der Bezirk inzwischen die Aufstellung eines Bebauungsplans, damit Anlieger ihre Belange einbringen können. Mitte des Jahres soll es auch Versammlungen zum Thema Flüchtlingsunterbringung geben.

Auf dieser Brache am Bohnsdorfer Weg soll eine Unterkunft für 500 Flüchtlinge entstehen.
Für den Bau der Flüchtlingsunterkunft muss das marode frühere Seniorenheim abgerissen werden.
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