Müssen Kleingärten weichen?
Trasse für Rad- und Gehweg entlang der Osdorfer Straße umstritten

Der Trampelpfad entlang der viel befahrenen Osdorfer Straße stellt eine Gefahr für Radfahrer dar.
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  • Der Trampelpfad entlang der viel befahrenen Osdorfer Straße stellt eine Gefahr für Radfahrer dar.
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Entlang der Osdorfer Straße ist ein neuer Radweg geplant. Er soll neben dem neuen Wohngebiet Neulichterfelde bis zur Stadtgrenze führen. Das Aktionsbündnis Landschaftspark Lichterfelde Süd befürchtet, dass der Weg vor der Kleingartenanlage „Am Wäldchen“ verlaufen soll. Das würde das Aus für einige Parzellen der Kolonie bedeuten.

Gerhard Niebergall vom Aktionsbündnis kritisiert, dass im Bebauungsplan für das neue Quartier mit 2500 Wohnungen und Einfamilienhäusern kein Rad- und Fußweg von der Großsiedlung bis zur Stadtgrenze vorgesehen sei. „Im Bund für Umwelt und Naturschutz bestehen offenbar Vorbehalte, hier einen sechs Meter breiten Randstreifen von der Lichterfelder Weidelandschaft für einen Rad- und Fußweg freizugeben“, sagt Niebergall.

Ein Rad- und Gehweg sei aber an dieser Stelle notwendig. Die Osdorfer Straße hat zwischen Landweg und Stadtgrenze ist in der Berufszeit stark befahren. Die Seite zur Weidelandschaft ist zum Teil bewachsen und zum Teil werden Autos geparkt. Vor den Kleingärten gibt es nur einen schmalen Trampelpfad. Für Radfahrer und Fußgänger wird es gefährlich, sich hier fortzubewegen.

Gerhard Niebergall hat jetzt aus dem Bezirksamt erfahren, dass entlang der Osdorfer Straße ein Rad- und Fußweg vorgesehen sei – auf der Seite der Kleingartenanlage. Das würde bedeuten, dass die an die Straße grenzenden Parzellen aufgegeben werden müssten. Doch das werde schon deshalb schwierig, weil die Kleingartenanlage durch einen Bebauungsplan geschützt sei, so Niebergall.

Laut Umwelt- und Verkehrsstadträtin Maren Schellenberg (B’90/Grüne) sei mit der Planung eines Radweges entlang der Osdorfer Straße gerade erst begonnen worden. „Es ist momentan also noch nicht klar, wo der Radweg geführt werden kann“, sagt Schellenberg.

Klar ist hingegen, dass die Gemeinde Großbeeren in ihrem Bereich eine neue Osdorfer Straße baut. Die alte wird dann zum Radweg.

Bevor die Gemeinde mit dem Bau beginnt, wechseln die Berliner Wasserbetriebe ab Ende Juni zwei große parallel verlaufende Abwasserdruckleitungen. Bis Mitte 2023 wird dann abschnittsweise auf einer Gesamtlänge von einem Kilometer gearbeitet, teilt Unternehmenssprecher Stephan Natz mit. Die erste Etappe erstreckt sich ab Landesgrenze bis Gutshof. Hier wird in den kommenden fünf Monaten parallel zur Osdorfer Straße auf dem Feld gebaut. Somit kann eine Behinderung des Verkehrs vermieden werden. Kritisch werde es erst ab Dezember. „Dann wird auf Lichterfelder Gebiet in der Straße gearbeitet“, sagt Natz. Geplant sind zahlreiche sehr kurze Bauabschnitte. Die Verkehrsführung wird dann durch Wechselampeln geregelt.

Der Trampelpfad entlang der viel befahrenen Osdorfer Straße stellt eine Gefahr für Radfahrer dar.
Entlang der Osdorfer Straße soll ein Radweg gebaut werden.
Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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