Bezirk im Aufwärtstrend:
Soziale Situation hat sich in vielen Kiezen verbessert

Zum Gelben Viertel gehören unter anderem die Häuser an der Maxie-Wander-Straße.  Laut aktuellem Monitoring Soziale Stadtentwicklung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gehört das Viertel zu den Gebieten im Bezirk mit einer positiven sozialen Tendenz.
  • Zum Gelben Viertel gehören unter anderem die Häuser an der Maxie-Wander-Straße. Laut aktuellem Monitoring Soziale Stadtentwicklung der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung gehört das Viertel zu den Gebieten im Bezirk mit einer positiven sozialen Tendenz.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Der aktuelle Sozialbericht des Berliner Senats für die Kieze in der Hauptstadt bescheinigt dem östlichen Stadtrand eine positive Entwicklung. Neben Gewinnern gibt es aber auch Verlierer.

Zu den Gewinnern gehören weite Teile der Großsiedlungen wie unter anderem die Kieze Havemannstraße und Marzahn-Ost in Marzahn und das sogenannte Gelbe Viertel oder der Kiez am Gut Hellersdorf. Von den 32 Planungsräumen, in die der Senat den Bezirk Marzahn-Hellersdorf aufgeteilt hat, weisen 18 eine positive Tendenz auf.

Verschlechterungen sind lediglich in Alt-Biesdorf und am Landsberger Tor zu verzeichnen. Beide Gebiete gehören aber noch zu den Berliner Stadtvierteln mit einer mittleren Problemlage. In beiden Gebieten nahm die Kinderarmut zu, in Alt-Biesdorf auch die Altersarmut. „Bei Alt-Biesdorf wird die Flüchtlingsunterkunft an der Dingolfinger Straße die Erklärung sein. Ansonsten ist das Viertel sozial stabil“, erklärt der Biesdorfer Abgeordnete Christian Gräff (CDU).

Zur Gruppe mit den besten sozialen Werten in Berlin gehören wie schon in den vergangenen Jahren Stadtteile in den Siedlungsgebieten von Marzahn-Hellersdorf. Der Kiez Oberfeldstraße in Biesdorf erreichte im Berliner Vergleich sogar den zweiten Platz und gehört damit zu den Berliner Stadtteilen mit der größten sozialen Ausgewogenheit.

Am unteren Ende der Skala tauchen allerdings immer wieder Stadtviertel aus den Großsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf auf. Die Hellersdorfer Promenade belegte im Berliner Vergleich erneut Platz 427 von 432 und ist damit Schlusslicht im Bezirk. Hier leben unverändert 70 Prozent der Kinder in Hartz-IV-Familien. Daneben werden die Alte Hellerdorfer Straße und der Boulevard Kastanienallee als Gebiete mit besonderer sozialer Problemlage eingestuft.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung lässt seit 1998 alle zwei Jahre ein sogenanntes Monitoring Soziale Stadtentwicklung erstellen. Der aktuelle Berichtszeitraum umfasst die Jahre 2015 und 2016. Dazu wurde Berlin in  sogenannte Planungsräume aufgeteilt, die nach Kriterien wie Stand der Arbeitslosigkeit, Zahl der Langzeitarbeitslosen und Sozialhilfeempfänger sowie Höhe der Kinderarmut untersucht und dann klassifiziert werden. Insgesamt haben sich die Werte leicht verbessert, insbesondere was die Faktoren Langzeitsarbeitslosigkeit und Kinderarmut betrifft.

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