Angriff auf den Kienbergpark:
Unbekannte zerstören den zur IGA 2017 angelegten Weinberg

Der Weinberg mit Hunderten Rebstöcken am Hang des Kienbergs wurde mutwillig zerstört.
  • Der Weinberg mit Hunderten Rebstöcken am Hang des Kienbergs wurde mutwillig zerstört.
  • Foto: Grün Berlin GmbH
  • hochgeladen von Harald Ritter

Erneut hat ein schwerer Fall von Vandalismus im Kienbergpark die Öffentlichkeit aufgeschreckt. Der Weinberg am Kienberghang wurde komplett zerstört.

In der Nacht zum 30. Januar brachen unbekannte Täter alle Weinreben ab und rissen die Stützpfähle aus dem Boden. Es entstand ein materieller Schaden von rund 6000 Euro.

Der 400 Quadratmeter große Weinberg wurde – wie der gesamte Kienbergpark – zur IGA 2017 neu angelegt. Menschen mit Behinderungen, Gärtner der Werkstätten des Berliner Vereins „Mosaik“ und das Deutsche Weininstitut arbeiteten dabei zusammen. Der Weinberg wurde symbolisch mit Hunderten Rebstöcken von 13 für den Weinbau in Deutschland typischen Rebsorten bepflanzt.

Auch die im „Arche-Park“ am Kienberg weidenden Tiere der vom Aussterben bedrohten Rassen von Schafen, Pferden und Rindern scheinen bedroht. Während der zurückliegenden Monate wurden mehrfach Zettel mit Bildern solcher Tiere und der Aufschrift „Rest in Peace (R.i.P)“ gefunden.

Die Anschläge begannen mit einem Kettensägenmassacker an 17 japanischen Zierkirschen in den Gärten der Welt im März 2018. Einen vorläufigen Höhepunkt erreichten sie mit Beschädigungen an Bäumen und Befestigungen der Kienbergterrassen, an der Stromversorgung von Weidezäunen und an einer Hütte für Kinder und Jugendliche am sogenannten Naturerfahrungsraum am Kienberg im November. Im Januar dieses Jahres wurde zum wiederholten Male das Bezirksinformationszentrum beschädigt, das am Kienbergpark gleichfalls zur IGA gebaut wurde.

Die einzige Gruppe, die mit Vorbehalten und Kritik seit der Entscheidung für die IGA gegen die Entwicklung des Kienbergparks und dessen Beweidung an die Öffentlichkeit getreten ist, ist eine Bürgerinitiative mit dem Namen Wuhletal. Vertreter dieser Initiative äußerten sich zu den Schäden an der Natur und der möglichen Gefährdung von Tierleben auf Anfrage der Berliner Woche nicht.

Die Grün Berlin GmbH beziffert den seit Anfang des vergangenen Jahres entstandenen materiellen Schaden mit insgesamt rund 40 000 Euro. Auch die Schäden am Weinberg sollen so schnell wie möglich behoben werden. Zwischenzeitlich erhöhte sie die Zahl der Security-Mitarbeiter. „Der Einsatz weiterer Kräfte ist mangels verfügbarer Mittel leider nicht möglich“, teilt die Pressestelle der Grün Berlin mit. Mit der Polizei seien weitere Gespräche vereinbart, um Lösungen zu finden.

Zudem gibt es regelmäßig Abstimmungsrunden zum Kienbergpark zwischen dem Unternehmen und dem Bezirksamt. Hierbei hat der Vandalismus in dem Volkspark immer wieder eine Rolle gespielt. „Auch den neuesten Vorfall werden wir auswerten und Maßnahmen ergreifen soweit diese uns sinnvoll erscheinen“, erklärt die für Grünflächen zuständige CDU-Stadträtin Nadja Zivkovic. hari

Autor:

Harald Ritter aus Marzahn

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