Senat entscheidet über MUF-Standorte

Die neue Modulare Unterkunft für Flüchtlinge in Hellersdorf soll auf einem Eckgrundstück an der Zossener Straße/Kastanienallee gebaut werden.
  • Die neue Modulare Unterkunft für Flüchtlinge in Hellersdorf soll auf einem Eckgrundstück an der Zossener Straße/Kastanienallee gebaut werden.
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  • hochgeladen von Harald Ritter

Die Senatsfinanzverwaltung hat die Standorte für die beiden neuen Modularen Unterkünfte für Flüchtlinge (MUF)  im Bezirk festgelegt. Das Bezirksamt beschwert sich nach wie vor über die schlechte Abstimmung seitens des Senats und verlangt weitere Nachbesserungen.

Zumindest bei einem der beiden Standorte hat das Bezirksamt den Senat umstimmen können. Die neue MUF in Hellersdorf wird nicht auf dem Gelände des Gutes Hellersdorf gebaut, sondern auf dem Grundstück Zossener Straße 156. Es befindet sich an der Zossener Straße/Ecke Kastanienallee. Den vom Senat im Februar vorgeschlagenen Bau auf dem Gelände des Gutes Hellersdorf hatte das Bezirksamt abgelehnt. Es will die Flächen als Gewerbestandort erhalten und die Gesobau rund um das Gut Wohnungen bauen. Gemeinsam schlugen sie dem Senat die Brache an der Zossener Straße/Ecke Kastanienallee vor. Bereits im Oktober 2016 wurde kaum 500 Meter weiter entfernt eine Containersiedlung für Flüchtlinge, ein sogenanntes Tempohome, in Betrieb genommen.

Am Standort für die MUF am Murtzaner Ring 68 hält die Senatsfinanzverwaltung indes weiter fest. Die Gebäude sollen nur wenige 100 Meter entfernt von einer seit dem vergangenen Jahr in Betrieb befindlichen MUF an der Paul-Schwenk-Straße gebaut werden. Zahlreiche Anwohner haben gegen diesen neuen Standort protestiert. Eine Bürgerinitiative sammelte inzwischen 700 Unterschriften und übergab die Listen an den Senat.

Die MUF an der Paul-Schwenk-Straße besteht aus zwei großen Betonklötzen, in denen die Flüchtlinge untergebracht sind. Das Bezirksamt fordert daher am Murtzaner Ring eine kleinteiligere Bebauung, die sich besser in die Umgebung einfügen und eine spätere Nutzung als normale Wohngebäude erleichtern würde. Eine Entscheidung und  Informationen hierzu seien wichtig, erlärte Bürgermeisterin Dagmar Pohle (Die Linke) in einer Pressemitteilung, „damit wir den Bürgerinnen und Bürgern endlich zuverlässig sagen können, was und wie gebaut wird.“

Vor allem vermisst sie noch eine verlässliche Aussage, ob und wie die Infrastruktur in den vom Bau neuer MUF betroffenen Gebieten entwickelt und finanziert werden soll, insbesondere Kita- und Schulplätze. „Damit steht und fällt auch die Akzeptanz der Einrichtungen bei der Bevölkerung“, erklärt sie.

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