Versicherung kam für Schaden auf
Familientreff Blockhaus „Sunshine“ nach Brand wieder geöffnet

Maxxie-Isabella genießt ihr Eis im Blockhaus. Dort gibt es Süßigkeiten und Getränke.
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  • Maxxie-Isabella genießt ihr Eis im Blockhaus. Dort gibt es Süßigkeiten und Getränke.
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Der kleinen Maxxie-Isabella (5) könnte es in diesem Moment nicht besser gehen. Am Tresen hat sie sich ein himmelblaues Wassereis geholt. Damit geht es jetzt raus in die Sonne zu den anderen Kindern. Rund um das Blockhaus „Sunshine“ am Clara-Zetkin-Park in Marzahn ist wieder alles so wie immer.

Dutzende Kinder spielen im Sand und verausgaben sich auf Klettergerüsten. Daneben entspannen die Eltern im Halbschatten beim Kaffeeklatsch. Bis vor wenigen Wochen war daran noch nicht zu denken, denn das Blockhaus war zuletzt ein halbes Jahr geschlossen. Es musste saniert werden, nachdem eine Silvesterrakete am Neujahrstag ein Feuer an der Rückseite verursacht hatte. Dabei verkohlten Teile der Außenwand und des Dachstuhls. Monatelang hielt sich danach noch der Brandgeruch im Inneren. Der oder die Täter dieser Brandstiftung konnten nicht ermittelt werden. Anwohnern zufolge sind Jugendliche dafür verantwortlich gewesen.

„Man hat schon gemerkt, dass die Familien diesen Treffpunkt brauchen. Es kamen viele Anfragen, wann wieder geöffnet werden kann“, berichtet Marina Bikádi vom Verein Kinderring Berlin über die Zeit der Schließung. Vielen Anwohnern habe die Sanierung zu lange gedauert. Manche befürchteten sogar zwischenzeitlich den Abriss, doch Jugendstadtrat Gordon Lemm (SPD) und Sozialstadträtin Juliane Witt (Die Linke) hätten immer mit ihr in Kontakt gestanden und sich für den Standort eingesetzt. Beide Bezirkspolitiker waren auch bei der feierlichen Wiedereröffnung dabei. Dabei wurde zugleich ein Scheck überreicht. Nach einem Spendenaufruf durch die SPD-Fraktion kamen insgesamt 3522 Euro für das Blockhaus zusammen. Weil letztlich die Versicherung die Schadensumme übernahm, kann dieses Geld nun für weiteres Inventar und für zukünftige Reparaturarbeiten genutzt werden.

Junge Mütter und Väter helfen sich untereinander

Das Blockhaus inmitten der Hochhäuser zwischen Wittenberger und Wörlitzer Straße existiert bereits seit 1994. Jahrelang wurde es durch Vereine wie den Kinderring betrieben. Als irgendwann das Geld ausging, übernahm eine Gruppe engagierter Eltern die Holzhütte und führt sie bis heute fort. Der Grund gehört der Wohnungsbaugesellschaft Degewo, das Haus dem Bezirksamt. Sozialarbeiterin Marina Bikádi und ihre Kollegen aus dem angrenzenden Kulturhochhaus Marzahn stehen den Eltern bei Problemen fachlich und beratend zur Seite. Im Blockhaus gibt es Süßigkeiten, Eis und kostenlose Getränke. Neben dem Tresen und einer Sitzecke stehen zwei Toiletten und ein Raum, in dem Spielsachen, Stühle und Tische gelagert werden, zur Verfügung. Die jungen Mütter und Väter helfen sich untereinander, passen beispielsweise vorübergehend auf die Kinder auf, wenn andere Eltern mal schnell den Einkauf erledigen möchten.

„Wir verstehen uns alle gut und lachen ziemlich viel zusammen“, erzählt Jane-Cassidy Dankert (18), die mit ihrer einjährigen Tochter Leni fast täglich hier ist. Auch ihre Mutter Nicole Dankert (37) ist oft da. „Hier achtet jeder auf jeden“, sagt sie. Der Zusammenhalt im Viertel ist groß. Es sei schon manchmal schwierig gewesen, den Kindern zu erklären, warum sie nicht wie gewohnt herkommen durften. Das sei nun zum Glück vorbei. Auf ein Wassereis im Blockhaus wird Maxxie-Isabella bestimmt nicht noch mal so lange warten müssen.

Autor:

Philipp Hartmann aus Köpenick

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