Letzte freie Fläche wird bebaut
Investorentrio zieht am Alexanderplatz ein Bürogebäude hoch

Der Büroneubau am Alex entsteht direkt vor dem Panoramahaus. Ein Innenhof hält die Sicht frei.
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  • Der Büroneubau am Alex entsteht direkt vor dem Panoramahaus. Ein Innenhof hält die Sicht frei.
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Am Alexanderplatz wird die letzte freie Fläche bebaut. Nicht mit Wohnungen, sondern mit einem Bürohaus. Das soll bis 2024 fertig sein. Ursprünglich war dort vor dem Panoramahaus ein Hotel geplant.

Auf dem Filetgrundstück wühlen sich bereits die Baggerzähne durchs Erdreich und heben die Baugrube aus. Direkt vor dem historischen Panoramahaus soll bis Anfang 2024 ein neues Büro- und Geschäftsgebäude entstehen. Sieben Geschosse hoch wird das Haus am Fuße des Fernsehturms mit rund 12 000 Quadratmetern Büroflächen, Konferenzräumen, Lobby, Innenhof, Geschäften, Café, einer Tiefgarage mit 100 Fahrradstellplätzen, Ladepunkten für E-Bikes und einer Dachterrasse.

Den Neubau verantwortet ein Investorentrio aus D.V.I. Service GmbH mit Sitz im brandenburgischen Schönefeld, der Immobilienfirma Formac Consult Real Estate GmbH, ebenfalls aus Schönefeld, und der Berliner Sascha Gechter Management GmbH. Ihr gemeinsames Bürohausprojekt haben sie „C1 - Central One Midtown Offices“ genannt. Der Entwurf stammt vom Berliner Büro Faber & Faber Architekten. Städtebaulich schließt der Neubau als Blockrandbebauung an das benachbarte Panoramahaus an und setzt die Straßenflucht der Karl-Liebknecht-Straße fort. 1965 war die angrenzende Bebauung zugunsten der erweiterten Karl-Liebknecht-Straße abgerissen worden.

2007 hatte der Liegenschaftsfonds das Grundstück an den Würzburger Hotelinvestor Wilhelm Hilpert verkauft, der dort das „Hotel am Alex“ mit 270 Betten bauen wollte. Der Kulturkiosk Hekticket, ein Eisladen und zwei Imbissbuden mussten runter. Der Bezirk hatte den Betreibern gekündigt und sie zur Räumung aufgefordert. Das Ganze zog sich länger hin. 2016 kaufte dann der jetzige Investor das Grundstück und plante das Hotelprojekt zunächst weiter. Doch der Eigentümer des Panoramahauses klagte und das Vorhaben ging durch alle rechtlichen Instanzen bis vor das Bundesverwaltungsgericht. Dort wurde die Klage abgewiesen und das Baurecht gesichert. Streitpunkt war unter anderem die Erschließung der zwei Ladengeschäfte im Erdgeschoss des Panoramahauses. Zwischenzeitlich erwies sich der Hotelmarkt am Alexanderplatz dann aber als so „dicht“, dass man sich zur Alternativnutzung als Bürogebäude entschied.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Mitte

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