Schneider der Schönen
Sonderausstellung über Berlins Modezar Uli Richter im Ephraim-Palais

Ein Tweedkostüm mit Opossumbesatz von Uli Richter, dazu ein Hut von der Pariser Hutmacherin Madame Berthe, getragen von dem italienischen Model Mirella Petteni, 1964.
  • Ein Tweedkostüm mit Opossumbesatz von Uli Richter, dazu ein Hut von der Pariser Hutmacherin Madame Berthe, getragen von dem italienischen Model Mirella Petteni, 1964.
  • Foto: Regi Relang/Münchner Stadtmuseum, Sammlung Fotografie, Archiv Relang
  • hochgeladen von Dirk Jericho

Noch bis zum 10. März ist im Ephraim-Palais in der Poststraße 16 die Sonderausstellung des Stadtmuseums „Uli Richter – Weltklasse aus Berlin“ zu sehen.

Anlass für die Sonderschau im Ephraim-Palais ist die Schenkung des Privatarchivs von Uli Richter. Der heute 92-jährige Potsdamer ist einer der bedeutendsten Modeschöpfer Berlins. Sein moderner, schnörkelloser Stil war ein Gegenentwurf zur opulenten Mode der Nachkriegsjahre und Ausdruck eines neuen Selbstverständnisses in Berlin. Richter schuf tragbare Mode aus edlen Materialkombinationen. Mit einer Pret-à-porter-Linie machte er als erster deutscher Designer seine raffinierten Schnitte auch einem größeren Publikum zugänglich. Dass Berlin international wieder als Modemetropole wahrgenommen wird, ist nicht zuletzt sein Verdienst. Namhafte Kundinnen wie Fürstin Gracia Patricia von Monaco, Bundeskanzlergattin Rut Brandt oder die Schauspielerin und Sängerin Hildegard Knef schätzten seine Entwürfe.

Das Privatarchiv von Uli Richter dokumentiert mit zahlreichen Vintage-Fotografien und Modezeichnungen sein Schaffen in Berlin und der Welt seit den frühen 1950er-Jahren. Uli Richter hat die Absicht, dem Stadtmuseum Berlin Fotografien, Dias und Modezeichnungen aus seinem Privatarchiv zu übergeben, außerdem einige Kleider und Accessoires. Über den genauen Umfang der Schenkung wird noch verhandelt. Das Privatarchiv enthält neben Fotografien zu Uli Richters Lebenslauf auch Modefotografien bekannter Fotografen, wie Regi Relang, Rico Puhlmann und F.C. Gundlach. Außerdem finden sich Modezeichnungen von Ruth Döring, Gerd Hartung und Hans-Jürgen Kammer in dem Konvolut.

Für die großzügige Schenkung dieses Archivs bedankt sich das Stadtmuseum Berlin mit einer Sonderpräsentation im Museum Ephraim-Palais. Ausgewählte Objekte der Schenkung sowie rund ein Dutzend seiner Modelle stellen das Schaffen Uli Richters vor und nehmen damit ein wichtiges Stück Berliner Mode- und Stadtgeschichte nach 1945 in den Blick.

Die Ausstellung im Museum Ephraim Palais ist bis zum 10. März Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Am Mittwoch, 6. März, ist zusätzlich von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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