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Ambitioniert und prominent - Nordhausen zu Gast im Posti

Mit einem Marktwert von knapp 2,6 Millionen Euro liegt der Klub aus Thüringen im ligaweiten Vergleich auf Position zwei, nur der Kader des Spitzenreiters und“ Sogut wie“-Aufsteigers aus Cottbus ist noch wertvoller. Sollte Cottbus die Regionalliga im Sommer in Richtung Profi-Fußball verlassen, wäre Wacker in dieser Kategorie Spitzenreiter. Eine Platzierung, die der Verein aus dem Harz auch in der Ligatabelle anstrebt. Anders sind die Verpflichtungen vieler bekannter Gesichter und Namen zumindest nicht zu erklären.

Egal ob Lucas Scholl (Sohn von Bayern-Ikone Mehmet Scholl), Marco Sailer (kam von Darmstadt 98), oder Ilir Azemi, der vor kurzem vom Zweitligisten Holstein Kiel zu Wacker gewechselt ist – der Kader liest sich nicht wie der eines Regionalligisten. Genau wie viele andere Teams aus der Nordost-Staffel rüstet sich Wacker für die kommende Saison und die seltene Chance, als Meister direkt aufzusteigen. Die Generalprobe, sprich die aktuelle Saison, macht durchaus Hoffnung, dass diese Mission gelingen kann. Nach 19 Spieltagen liegt die Mannschaft vom früheren BAK-Trainer Volkan Uluc auf einem guten dritten Platz und kann sich mit gutem Recht zu den spielstärksten Teams zählen. Tempo, Technik, Robustheit, sowie die Mischung aus jungen Talenten wie Scholl, Mickels oder Hägler und erfahrenen Akteuren stimmt bei den Thüringern. Dennoch konnte man „nur“ sieben der bisher 18 Spiele gewinnen, zu oft ließ man Punkte liegen (neun Unentschieden). Zudem schießt Wacker verhältnismäßig wenig Tore (21) aus diesem Grund wurde eben genannter Azemi verpflichtet.

Der Kosovare kommt auf 21 Einsätze in der 1.Bundesliga und 31 Spiele in der Zweiten Liga. Zusätzlich durfte er einmal das Trikot der Nationalmannschaft tragen. Bei Holstein Kiel kam der Stürmer zuletzt allerdings überhaupt nicht zum Zug und zog daher die Reißlieine. Nun könnte er zusammen mit Sailer das namenhafteste Sturmduo der Liga bilden. Seine Beweggründe für den Wechsel sind klar: Er will mit Nordhausen in die dritte Liga aufsteigen – in die Liga wo der zweite bekanntere Winterneuzugang, Vladimir Kovac, gerade erst herkommt.

Der 26-jährige Rechtsverteidiger überzeugte im Trainingslager im türkischen Lara und fand so in Wacker Nordhausen einen neuen Arbeitgeber. Zuvor stand er bei Wehen Wiesbaden unter Vertrag, absolvierte in dieser Saison, ähnlich wie Azemi, aber keine einzige Spielminute. Ein Faktor, der auch nach hinten losgehen könnte.

Auch beim BAK tat sich in der Winterpause personell etwas. Mit Oliver Hofmann, Abu Bakarr Kargbo (beide Viktoria), Ömer Akyörük (Genclerbirligi) und Daniel Bittner (Union Fürstenwalde) wurden vier Neue geholt, die gemeinsam auf insgesamt 347 Spiele in Deutschlands Regionalligen kommen. Besonders Kargbo machte in der jüngsten Vergangenheit durch hervorragende Leistungen für die Himmelblauen auf sich aufmerksam. Er könnte mit Felix Brügmann das vielleicht gefährlichste Sturmduo der Liga bilden. Rückkehrer Ömer Akyörük, der in 24 Einsätzen für den BAK bewiesen hat, dass er sowohl Flanken als auch Tore schießen kann, könnte die Beiden mit Bällen füttern. Für zusätzliche defensive Stabilität soll Oliver Hofmann sorgen, der aufgrund eines Knorpelschadens in dieser Saison über weite Strecken pausieren musste aber ansonsten zum Stammpersonal der Viktoria zählte.

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