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Deniz-Traumtor reicht nicht - knappe Niederlage in Cottbus

Über 5.000 Zuschauer, strahlender Sonnenschein, milde Temperaturen. Es war alles angerichtet für ein interessantes Regionalligaspiel – und das sollte es auch werden. BAK-Trainer Markus Zschiesche veränderte seine Startelf im Vergleich zum letzten Pflichtspiel auf drei Positionen. Belegu rückte nach abgesessener Sperre für Sakran in die Startelf, zudem begannen Brügmann und Sindik für Tokgöz und Hofmann. Alles in allem war es eine offensive Ausrichtung des BAK, der in Cottbus mitspielen und sich keineswegs verstecken wollte. Auf der Gegenseite feierte Energie-Kapitän Marc Stein nach ausgestandener Knieverletzung eine unerwartet frühe Rückkehr. Er sollte an diesem Tag eine tragende Rolle spielen.
Der BAK begann sehr stark und konnte gegen den noch ungeschlagenen Spitzenreiter, bei dem u.a. der Ex-Athlet Maximilian Zimmer in der Startelf stand, zumindest in den ersten 30 Minuten spielerisch mithalten – und sich zudem auch noch mit der Führung belohnen. In der 19. Spielminute wurde Tunay Deniz, aus Sicht von Schiedsrichter Bärmann, regelwidrig zu Fall gebracht und bekam einen Freistoß aus knapp 20 Metern zugesprochen. Der gefoulte trat selbst an und zirkelte das Leder gekonnt über die Mauer und hinein in den oberen linken Torwinkel – 1:0 BAK! Wenig später rasselte der Torschütze mit dem Cottbusser Weidlich zusammen und musste anschließend länger behandelt werden. Mit einem rot-weißen Kopfverband spielte der Sechser letztendlich aber durch. Nach einer halben Stunde kam der Spitzenreiter besser ins Spiel. Mamba und De Freitas ließen jedoch die nötige Präzision im Abschluss vermissen. Die größte Chance des ersten Spielabschnitts hatte der FC Energie in der Schlussminute der ersten Halbzeit. Nach einem schnellen Abschlag von FC-Schlussmann Spahic, sprintete Streli Mamba ganz allein auf Jakubov zu. Der Tscheche im BAK-Tor blieb lange stehen, machte sich dann breit und parierte überragend. So ging es mit einer 1:0-Pausenführung für den Berliner AK in die Kabinen.
Auch in den zweiten 45 Minuten schenkten sich die beiden Mannschaften nichts. Das Spiel war geprägt von intensiven Zweikämpfen und hochkochenden Emotionen. Spielerisch konnten die Hauptstädter jedoch leider nicht an die erste Halbzeitz anknüpfen, was auch daran lag, dass die Hausherren zunehmend besser wurden. Ein Freistoß von Maximilian Zimmer landete in der 66. Minute am Querbalken. Mittlerweile lag der Ausgleich in der Luft und dieser sollte nur wenige Momente später leider auch fallen. Nach einem Cottbus-Einwurf am BAK-Strafraum kam der Ball über Umwege zu Streli Mamba, der das Spielgerät mit vollem Risiko per Fallrückzieher direkt nahm und im Tor unterbrachte – Ausgleich (69.). Nur 180 Sekunden später sollte es dann noch dicker kommen. Einen Freistoß von Zimmer, der vor Jakubov noch einmal tückisch aufsetzte, konnte der Keeper nicht festhalten, sodass Rückkehrer Marc Stein den Fehler zur Führung für die Lausitzer nutzte. Leider gelang es den Athleten nicht, im Anschluss noch einmal zurückzukommen. Jakubov verhinderte sogar noch das 1:3 aus Sicht der Gäste.
Am Ende konnten die Cottbusser im 23. Spiel den 19. Sieg feiern und bleiben, bei vier Unentschieden, weiter ungeschlagen. Trotz des bitteren Spielausgangs kann der BAK einiges Positives aus dem Spiel mitnehmen, denn man hat dem Tabellenführer zum zweiten Mal in dieser Saison bis zur Schlussminute alles abverlangt und musste sich nach Ablauf der regulären Spielzeit wieder nur knapp geschlagen geben.

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