Buchstaben zum Ziel
BVG führt nach Test neues Wegeleitsystem ein

Zum Gendarmenmarkt kommt man am schnellsten über den Ausgang A.
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Buchstaben sollen den Fahrgästen schneller und zielsicher den Weg nach oben zeigen. Alle Bahnhofausgänge bekommen eindeutige Versalien. Oben zeigt das große weiße U auf blauem Grund den Zugang zum U-Bahnhof.

Damit die Fahrgäste auch schnell wieder an der richtigen Stelle auftauchen, installiert die BVG im gesamten Netz ein neues Wegeleistsystem. Denn es ist nicht immer leicht, genau dort zu landen, wo man hin will.

Ein Jahr lang wurde das neue System auf dem Umsteigebahnhof der Station Stadtmitte zwischen U2 und U6 getestet. Allein dort mussten fast 100 große und kleine Schilder ausgetauscht werden. Bei großen Bahnhöfe wie am Alexanderplatz müssen sogar rund 150 Schilder und Hinweistafeln ausgetauscht oder ergänzt werden. Die nächsten Stationen, die umgerüstet werden, sind die Stationen Ullsteinstraße (U6) und Turmstraße (U9) sowie die Bahnhöfe Adenauerplatz, Halemweg (beide U7) und Gesundbrunnen (U8). Als erste komplette Linie soll Ende 2020 die U5 ausgestattet sein, die dann von Hönow bis zum Hauptbahnhof rollt.

Und so funktioniert das Leitsystem: Alle Ausgänge der Bahnhöfe werden mit eindeutigen Buchstaben gekennzeichnet, die sich dann auch in den Umgebungsplänen der Stationen wiederfinden. Fahrgäste finden so sehr viel einfacher und schneller den Ausgang, der sie auf kürzestem Weg zu ihrem Ziel bringt. Auch Treffpunkte lassen sich dank der Buchstabenkennung einfach und klar verabreden. Wer zum Beispiel zum Weihnachtsmarkt auf dem Gendarmenmarkt will, nimmt von den insgesamt zehn Ausgängen im U-Bahnhof Stadtmitte den mit dem Buchstaben A. Dass das der beste Weg zum Gendarmenmarkt ist, erkennt man schnell auf dem angepassten Umgebungsplan. In der Station Stadtmitte wurden also den zehn Ausgängen die Buchstaben A bis J zugeordnet.

„Trotz unseres mehrfach ausgezeichneten Wegeleitsystems ist es für Ortsunkundige nicht immer ganz leicht, den U-Bahn-Ausgang zu finden, der für sie der günstigste ist“, sagt Timo Kerßenfischer, BVG-Abteilungsleiter Fahrgastinformation, zur Einführung des neuen Systems. Profitieren sollen nicht nur die Fahrgäste, sondern auch Geschäfte, Institutionen oder kulturelle Einrichtungen im Umfeld. Die können ihren Kunden jetzt eine ganz genaue Wegbeschreibung geben.

Die BVG hat ein Jahr lang auf dem Testbahnhof Stadtmitte Fahrgäste befragt, wie sie das neue System finden. Auch der BVG-Kundenrat wurde einbezogen. Mehr als 70 Prozent der befragten Fahrgäste gaben an, dass das System die Orientierung erleichtere. Es gab auch Hinweise, das System noch zu verbessern. So werden künftig an Bahnhöfen mit mehr als einem Aufzug die Aufzüge erkennbar nummeriert, um die barrierefreie Wegeleitung zu vereinfachen. Die Installation im gesamten Netz soll Schritt für Schritt erfolgen. Die Schilder werden ausgetauscht, wenn die Wegeleitung routinemäßig oder wegen Bauarbeiten ohnehin überarbeitet werden muss.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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