Neue Wartestelle für Sportboote: Sanierung der Uferwände am Nikolaiviertel im Sommer fertig

Die neue Sportbootwartestelle am Nikolaiviertel.
  • Die neue Sportbootwartestelle am Nikolaiviertel.
  • Foto: WNA Berlin
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Das Wasserstraßen-Neubauamt Berlin (WNA) ist fast mit seinen Bauarbeiten zur Instandsetzung der Ufereinfassung fertig. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch die Sportbootwartestelle der Schleuse Mühlendamm erneuert.

Im Sommer wirds richtig voll auf der Spree, wenn Touristendampfer und Freizeitkapitäne durch die City schippern. Ein Nadelöhr ist die Mühlendammschleuse, über die Schiffe 1,5 Meter Höhenunterschied zwischen Ober- und Unterspree überwinden können. Ein Schleusenvorgang dauert ein Weilchen, so dass man vor allem im Sommer oft warten muss.

Vor dem Nikolaiviertel gibt es eine sogenannte Sportbootwartestelle, an der kleine Boote festmachen können. Die Kurzzeitparkplätze mussten demontiert werden, weil die Uferwände in dem Abschnitt zwischen Mühlendammbrücke und Rathausbrücke seit März 2016 saniert werden. Jetzt wurde eine neue Metallkonstruktion an die sanierte Uferwand geschraubt.

Die Sportbootwartestelle wurde von 40 auf 70 Meter Liegelänge erweitert. Etwa 20 Boote können dort anlegen, wenn die Schleusenampel rot zeigt. Insgesamt hat der Bund rund 130 000 Euro in die Neuausrüstung der Wartestelle investiert.

Die Wartestelle am Nikolaiviertel ist exakt dort, wo die alte Schleuse Mühlendamm war. Sie wurde im Zuge des Ausbaus der Spree in den Jahren 1936 bis 1942 100 Meter stromauf an den jetzigen Ort verlegt. Die vorhandenenUfereinfassungen stammen aus der Zeit und waren nicht mehr standsicher. Taucher rammen deshalb seit 2016 vom Bagger-Ponton aus sogenannte Vorsatzschalen aus Beton vor die Uferwände. Am Spreegrund wurde eine Sohlsicherung aus Wasserbausteinen zum Schutz vor Auskolkungen (Vertiefungen im felsigen Untergrund, die durch fließendes Wasser entstehen) errichtet.

Bei den erschütterungsintensiven Arbeiten war es zu Gehwegabsackungen gekommen. An einem Café im Nikolaiviertel war eine Treppe mehrere Zentimeter eingebrochen. Wenn das Wasserstraßen-Neubauamt im Sommer mit der Ufersanierung fertig ist, werden alle Gehwegschäden beseitigt, wie WNA-Chef Rolf Dietrich sagt. Aber nur die, die auch auf die Uferarbeiten zurückzuführen sind. Dazu wurden „umfangreiche Beweissicherungen“ durchgeführt, so Dietrich. Er betont, dass es keine Schäden an den Gebäuden gibt. Das WNA will im Sommer die kaputten Gehwege nur reparieren. „Eine Uferpromenade bauen wir aber nicht“, erklärt Dietrich. Das wollte der Bezirk machen, durfte bisher aber nicht mit Baumaschinen ans Ufer fahren, weil die Wände nicht standsicher waren. „Jetzt ist das möglich“, versichert Rolf Dietrich. Insgesamt hat der Bund in die Sanierung der Uferwände rund drei Millionen Euro investiert.

Die Mühlendammschleuse gehört mit zirka 36 000 geschleusten Wasserfahrzeugen pro Jahr (davon rund 9000 Sportboote) zu den verkehrsreichsten Schleusen an den Binnenwasserstraßen des Bundes. Nur an der Schleuse Diemitz an der Müritz-Havel-Wasserstraße ist mit 40 000 Schiffen pro Jahr mehr los.

Autor:

Dirk Jericho aus Mitte

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