Neuer Chef an der Charité
Heyo Kroemer wird Nachfolger von Karl Max Einhäupl

Der Aufsichtsrat der Charité hat Professor Dr. Heyo Kroemer zum nächsten Vorstandsvorsitzenden der Charité bestellt. Er tritt zum 1. September 2019 die Nachfolge von Professor Dr. Karl Max Einhäupl an, der die Berliner Universitätsmedizin seit 2008 leitet.

Der Regierende Bürgermeister und Charité-Aufsichtsratsvorsitzende Michael Müller (SPD) nennt Kroemer die „bestmögliche Besetzung für den Vorstandsvorsitz. Mit Professor Heyo Kroemer haben wir für diese höchst anspruchsvolle Aufgabe einen herausragenden Wissenschaftsmanager gewinnen können, der zu den erfahrensten und profiliertesten Leitungspersönlichkeiten in der deutschen Universitätsmedizin gehört“, so Müller. Heyo Kroemer sieht „großes Zukunfstpotenzial am Medizinstandort Berlin“, das er gemeinsam mit den Charité-Beschäftigten gestalten wolle.

Der Pharmakologie-Professor Heyo Kroemer leitet seit 2012 als hauptamtlicher Dekan und Sprecher des Vorstands die Universitätsmedizin Göttingen. Er ist seit 2012 zudem Präsident des Medizinischen Fakultätentages, dem bundesweit 38 medizinische Fakultäten angehören. Von 2000 bis 2012 war er Dekan der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt-Universität und ab 2011 Wissenschaftlicher Vorstand der Greifswalder Universitätsmedizin.

Charité-Chef Karl Max Einhäupl kam 1992 als Professor für Neurologie an die Humboldt-Universität zu Berlin und leitete bis 2008 die Klinik für Neurologie als deren Direktor. Er war von 2001 bis 2006 Vorsitzender des Wissenschaftsrates. Seit 2008 ist er Vorsitzender des Vorstands der Charité. Einhäupl sagt zu seinem Nachfolger, dass Kroemer „mit neuen Akzenten den Erfolgskurs der Charité in Richtung wissenschaftlicher Exzellenz, Versorgung mit Spitzenmedizin und wirtschaftlicher Stabilität fortsetzen wird“.

Die Charité hat eine über 300-jährige Geschichte und gehört zu den größten Universitätskliniken Europas. Sie ist die gemeinsame medizinische Fakultät von Freier Universität Berlin und Humboldt-Universität zu Berlin. Auf insgesamt vier Standorte verteilt zählt sie rund 100 Kliniken und Institute, die in 17 Charité-Centren gebündelt sind. Mit konzernweit 17 500 Mitarbeiter ist die Charité einer der größten Arbeitgeber Berlins. Im Jahr 2017 hat sie über 1,7 Milliarden Euro Gesamteinnahmen erwirtschaftet.

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