Integration durch Engagement
Projekt „Ehrenamt für Perspektive“ erfolgreich beendet

Das Projekt der Stadtmission wurde im Juni mit der Wichern-Plakette des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ausgezeichnet.
  • Das Projekt der Stadtmission wurde im Juni mit der Wichern-Plakette des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz ausgezeichnet.
  • Foto: Berliner Stadtmission
  • hochgeladen von Karen Noetzel

2016 ging das Projekt „Ehrenamt für Perspektive“ der Berliner Stadtmission an den Start. Nach dreijähriger Laufzeit ist es beendet worden. „Erfolgreich“, sagt Projektkoordinatorin Annja Weinberger.

Das Projekt „Ehrenamt für Perspektive“ war eines der ersten in Berlin, das geflüchtete Menschen dabei unterstützte, ein Ehrenamt zu finden. Ein ehrenamtliches Engagement sei für viele Geflüchtete eine gute Gelegenheit für einen ersten Schritt in Richtung Teilhabe und Integration, erläutert Annja Weinberger. Denn viele geflüchtete Menschen seien aus sprachlichen oder persönlichen Gründen noch nicht in der Lage, ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren oder eine Arbeit aufzunehmen, so die Projektleiterin.

Während der drei Projektjahre haben sich rund 300 Geflüchtete für ein freiwilliges Engagement interessiert. Sie stammen zumeist aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak und aus afrikanischen Ländern. Von den Interessenten konnte die Berliner Stadtmission 140 Personen im Alter zwischen 17 und 66 Jahren langfristig in ein Ehrenamt vermitteln. Zwei Drittel der Ehrenamtlichen waren Männer.

Beratung und Vermittlung der künftigen Ehrenamtlichen waren zeitweilig sehr intensiv. Einige wurden zum Einsatzort begleitet oder während ihres viermonatigen Einsatzes betreut. Es gab Workshops zu Integrationsthemen. Viele wollten weitermachen. Die Stadtmission konnte einen Teil von ihnen neu vermitteln.

Die freiwilligen Helferinnen und Helfer kamen nicht ausschließlich in Einrichtungen des christlichen Hilfswerks mit Sitz an der Lehrter Straße zum Einsatz. Ebenso wurden Wohlfahrtsverbände, kleinere Vereine, Familienzentren und Nachbarschaftstreffs in ganz Berlin von ihnen unterstützt; hauptsächlich in den Bereichen Obdachlosenhilfe sowie Jugend- und Seniorenarbeit. „Für viele war es eine große Chance, unterschiedliche neue Menschen kennenzulernen, viel Deutsch zu sprechen und erste Schritte zur Integration in den Arbeitsmarkt zu gehen“, meint Projektleiterin Weinberger.

„Ehrenamt für Perspektive“ wurde von der Deutschen Fernsehlotterie gefördert. In diesem Sommer wurde das Projekt mit der Wichern-Plakette des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz für herausragendes Engagement ausgezeichnet.

Geflüchtete können sich auch weiterhin ehrenamtlich einsetzen. Die Berliner Stadtmission hat zu diesem Zweck die Selbsthilfe-Anleitung „So finde ich ein Ehrenamt – als Neu-Berliner/in“ erarbeitet. Sie ist im Internet unter www.berliner-stadtmission.de/ehrenamt-fuer-perspektive zu finden.

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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