Frühjahrsputz im Eidechsenrevier
Arbeitseinsatz für geschützte Reptilien in Malchow

Eidechsen stehen unter besonderem Schutz. Für den Erhalt und die Pflege ihrer Lebensräume setzt sich der Verein Naturschutz-Malchow ein.
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  • Eidechsen stehen unter besonderem Schutz. Für den Erhalt und die Pflege ihrer Lebensräume setzt sich der Verein Naturschutz-Malchow ein.

  • Foto: Wolfgang Schmidt
  • hochgeladen von Berit Müller

Zu einem Arbeitseinsatz im Eidechsenrevier ruft der Verein Naturschutz Berlin-Malchow auf. Wer sich nützlich machen und gleichzeitig Wissenswertes über die geschützten Reptilien erfahren möchte, hält sich am 3. März den Vormittag frei.

Es geht um die Pflege und den Erhalt eines Eidechsen-Wohnsitzes am Wartenberger Weg: Mit dem Aufruf zum gemeinschaftlichen Mähen, Harken und Räumen will der Verein Naturschutz Berlin-Malchow den geschützten Reptilien helfen, die dort leben.

Der Frühjahrsputz soll verhindern, dass zu viele wilde Buschpflanzen auf den Flächen wachsen. Ohne bleibt die Wärme besser im Erdboden, was nicht zuletzt für den Eidechsen-Nachwuchs wichtig ist. Der nach Süden liegende Hang am Wartenberger Weg gilt als ideales Habitat für die Tiere. Dort können sie ihre Eier gut in den Kuhlen vergraben, die offene und sonnige Lage sorgt für eine geeignete Bruttemperatur.

Lebensraum erhalten

Mit der Zauneidechse und der Ringelnatter leben in Lichtenberg aktuell zwei von fünf in Berlin vorkommenden Reptilienarten. Die Zauneidechse steht nach europäischem Recht unter besonderem Schutz, was beispielsweise die bei Neubauvorhaben zu berücksichtigen ist.

Die Tiere werden bis zu zwölf Zentimeter groß, die Männchen sind in der Paarungszeit besonders gut zu erkennen. An der Kehle und an den Flanken leuchten sie dann intensiv grün. Bevorzugte Lebensräume sind nach Süden ausgerichtete Straßenhänge oder Bahndämme. Dort legen die Weibchen Ende Mai, Anfang Juni bis zu 15 Eier in selbstgegrabene Löcher.

Die Jungen schlüpfen nach sieben bis zehn Wochen. Bis zum Winter erreichen sie eine Größe von etwa sechs Zentimetern. Größte Gefahr für die Eidechsen ist die Großstadt, die ihre Lebensräume zerstört. Deshalb findet man die Tiere kaum noch in siedlungsnahen Gebieten.

Mehr Wissenswertes über die Zauneidechse erfahren Helfer beim Arbeitseinsatz am Sonntag, 3. März, von 9 bis 13 Uhr. Treffpunkt ist der Wartenberger Weg in Höhe des Hechtgrabens. Informationen gibt es beim Verein Naturschutz Berlin-Malchow unter 92 79 98 30.

Autor:

Berit Müller aus Lichtenberg

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