Ausstellung in der Galerie im Saalbau

Die öffentliche Intervention mit einem Treppengeländer und Handlauf realisierte der Künstler Hasucha 2014 auf einem Feldweg nahe Satu Mare in Rumänien.
  • Die öffentliche Intervention mit einem Treppengeländer und Handlauf realisierte der Künstler Hasucha 2014 auf einem Feldweg nahe Satu Mare in Rumänien.
  • Foto: Christian Hasucha
  • hochgeladen von Sylvia Baumeister

Neukölln. „Unterwegs zuhause“ ist eine von drei Ausstellungen, die in der Galerie im Saalbau in diesem Jahr durch eine Jury vergeben werden. Zu sehen ist sie bis zum 18. September.

Schon seit Beginn der 1980erJahre arbeitet Christian Hasucha an einer outdoor-Projektreihe, die er „Öffentliche Interventionen“ nennt. Mit seinen Eingriffen im urbanen und im ländlichen Raum, die er bereits in zahlreichen europäischen Ländern umsetzte, überrascht er immer wieder Anwohner und zufällig Vorbeikommende. „Bei meinen Interventionen arbeite ich immer mit dem Kontext, den ich vor Ort vorgefunden habe“, erklärt der Künstler. Mal pflanzt er etwas ein, mal verändert er etwas vor Ort mithilfe von Baumaterialien. Ein Beispiel dafür ist ein Treppengeländer mit Handlauf, das er auf einem Hügel mit festgewordenem Baumaterial in Rumänien installierte und dort beließ. Die aktuelle Ausstellung zeigt Videos dieser und weiterer präzise realisierten Aktionen des Künstlers in Europa.

Seine Performances beschreibt Hasucha mit lakonischen Texten, die sich wie kurze Tagebucheintragungen lesen und Bilder im Kopf der Betrachtenden entstehen lassen. Den Künstler interessiert vor allem die Frage, wie eine Dokumentation von Prozessen funktioniert und was daran konstruiert ist. Christian Hasucha entwickelt vor Ort auch eine große Rauminstallation. Sie beschäftigt sich mit den Ambivalenzen, die die Idee „Eigenheim“ im Betrachter hervorrufen kann. Wie zufällig abgestellte Baumaterialien verwandeln sich durch eine Bildprojektion in den Eingangsbereich eines Einfamilienhauses, begleitet von einem Tinnitus-artigen Ton. Die Ausstellung in der Karl-Marx-Straße 141 ist dienstags bis sonntags von 10 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Infos unter  902 39 37 72 oder www.kultur-neukoelln.de. SB

Autor:

Sylvia Baumeister aus Neukölln

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