Spontan heiraten im Schillerkiez
Paare können bei Pop-up-Festival ihre Beziehung kirchlich segnen lassen

Die Hamburger Pastorin Angelika Gogolin segnet ein Neuköllner Paar. In ihrer Heimatstadt arbeitet sie im Segensbüro "St. Moment", deshalb luden sie die Kolleginnen vom Herrfurthplatz als Verstärkung zum Festival ein. | Foto:  Segensbüro/Eva von Schirach
  • Die Hamburger Pastorin Angelika Gogolin segnet ein Neuköllner Paar. In ihrer Heimatstadt arbeitet sie im Segensbüro "St. Moment", deshalb luden sie die Kolleginnen vom Herrfurthplatz als Verstärkung zum Festival ein.
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Zum zweiten Mal findet am Sonnabend, 13. Mai, ein Pop-up-Hochzeitsfestival auf dem Herrfurthplatz statt. Dort können sich Paare unkompliziert trauen lassen.

Bei der Premiere im Mai vergangenen Jahres haben 144 Menschen das außergewöhnliche Angebot genutzt. „Die große Resonanz hat uns gezeigt, dass es viele Paare gibt, die sich ein Segensritual für ihre Liebe wünschen“, sagt Susann Kachel, Pfarrerin im Segensbüro, das zur Genezarethgemeinde gehört. Geheiratet werden kann von 11 bis 16 Uhr in der Kirche, auf dem Hof unter einem Baum oder in einem geschmückten Pavillon. Es ist möglich, aus einem Repertoire die passende Begleitmusik auszuwählen, die live gesungen und gespielt wird. Außerdem darf das Paar einen persönlichen Segensspruch aus einer goldenen Schale ziehen.

Für alle, die gern später starten, werden von 18.30 bis 22.30 Uhr noch einmal Hochzeiten am Abend angeboten, dann begleitet von Elektrobeats. Alle Paare sprechen vor der Zeremonie kurz mit einer Pfarrerin oder einem Pfarrer, und dann kann es auch schon losgehen. Im Anschluss gibt es für alle eine Erinnerungskarte mit Foto. Wer auch bei einer spontanen Hochzeit nicht auf Blumen oder einen Sektempfang verzichten möchte, kann alles vor Ort bei Kooperationspartnern des Segensbüros auf dem Wochenmarkt rund um die Genezarethkirche kaufen. Selbst romantische Rikschafahrten über das Tempelhofer Feld können gebucht werden.

Völlig unbürokratisch

Die Teilnahme an der Pop-Up-Hochzeit ist kostenlos und unbürokratisch, nur ein Ausweisdokument sollte mitgebracht werden. „Wir fragen nach keiner Kirchenzugehörigkeit und machen auch niemanden zu Kirchenmitgliedern“, erklärt Susann Kachel. „Wir ersetzen aber auch kein Standesamt.“ Denn die Segenshochzeit zieht keine Rechte, Pflichten oder sonstige Konsequenzen nach sich. Sie will es vor allem Paaren, die nicht standesamtlich heiraten können oder wollen, möglich machen, ihre Beziehung zu besiegeln und sie kirchlich segnen zu lassen.

Alle Schnellentscheider können am 13. Mai direkt zur Spontanhochzeit kommen. Aber auch eine Anmeldung für die Pop-up-Hochzeiten ist bis zum 5. Mai per E-Mail susann.kachel@segensbuero-berlin.de oder telefonisch unter Tel. 62 98 35 38 möglich. Mehr Informationen gibt es im Internet unter www.segensbuero-berlin.de/segenshochzeit-2.

Autor:

Susanne Schilp aus Neukölln

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