Neue Pläne für Brache am Pankower Anger
Investor stellt Informationspavillon zum Bauvorhaben auf

Auf der Brachfläche am Anger soll ein Informationspavillon entstehen. Dafür fanden vorbereitende Erdarbeiten statt.
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  • Auf der Brachfläche am Anger soll ein Informationspavillon entstehen. Dafür fanden vorbereitende Erdarbeiten statt.
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Auf der eingezäunten Brachfläche an der Breiten Straße 35/35a, unmittelbar am Anger, sind Erdarbeiten zu beobachten. Geht es dort endlich mit dem Bauen los?

Das ist zwar noch nicht der Fall, erfuhr Abgeordnetenhausmitglied Torsten Hofer (SPD), als er beim Senat den Sachstand erfragte. Aber Senatsbaudirektorin Regula Lüscher konnte ihm mitteilen, dass jetzt die nächsten Schritte auf dem Weg zur Vorbereitung eines Baubeginns gegangen werden. Der Investor ANH Hausbesitz GmbH & Co.KG stellt zunächst einen Pavillon auf, in dem er über sein Bauvorhaben informiert. Noch in diesem Jahr soll er öffnen.

Bis vor elf Jahren befand sich auf dem Grundstück eine leerstehende Kaufhalle. Sie wurde von der damaligen TLG Immobilien GmbH verwaltet. Diese schrieb sie 2006 zum Verkauf aus. Den Zuschlag erhielt ein Jahr später eine eigens gegründete HGL Pankow GmbH & Co. KG mit Sitz in Münster (Westfalen). Diese wollte nach Abriss der Kaufhalle einen gewerblichen Neubau mit drei Geschossen errichten. Das ließ sich aus unterschiedlichen Gründen, auch nach Überarbeitung der Planungen, nicht umsetzen.

Später erwarb die ANH Hausbesitz GmbH & Co.KG das Grundstück. Vor etwas mehr als einem Jahr stellte dieser Investor seine neuen Planungen vor: ein Neubauprojekt mit Einzelhandel, Wohnungen, Büros, Co-Working-Plätzen, Boutique-Hotel und möglicherweise auch einer Kita. Die Wohnungen sollen zur Schulstraße hin entstehen. Die übrigen Nutzungen werden vom Bleichröderpark und von der Breiten Straße her zugänglich sein. Mit dem Vorhabenträger habe sich das Stadtentwicklungsamt Pankow auf ein städtebauliches Konzept geeinigt, das Grundlage für die Fortführung des 2011 gestarteten Bebauungsplanverfahrens 3-35 „Breite Straße“ sein wird, berichtet Lüscher. Mit diesem Bebauungsplan soll Baurecht geschaffen werden, mit dem eine neue Bebauung dieser Fläche möglich ist.

Der Bebauungsplan 3-35 werde aus dem Flächennutzungsplan des Landes Berlin heraus entwickelt. Ziel sei es, das Hauptzentrum Pankow zu stärken, berichtet Lüscher weiter. Zu diesem Zweck solle im Plangebiet an der Breiten Straße ein „Kerngebiet“ und an der Schulstraße ein „allgemeines Wohngebiet“ gesichert werden. „Im günstigsten Fall ist das Planverfahren nach drei bis vier Jahren abgeschlossen“, so die Senatsbaudirektorin.

Damit zunächst der temporäre Pavillon gebaut werden kann, wurde eine befristete Baugenehmigung erteilt. Der zufolge sei eine Café- und Ausstellungsnutzung genehmigt, berichtet Regula Lüscher. Der Pavillon soll dem Investor als Plattform dienen, um sein Vorhaben bekannt zu machen und auch den Beginn der Belebung der Fläche einläuten. Die Befristung der Baugenehmigung für den Pavillon läuft bis zum 31. Dezember 2025.

„Ich freue mich, dass es mit Kaufhallenbrache in Pankow endlich weitergeht“, kommentiert Torsten Hofer die Informationen aus dem Senat. „Zwar wird es noch mindestens bis Ende 2023 dauern, bis die Bagger kommen. Mit der Bebauung wird aber dann ein städtebaulicher Missstand in Pankow beseitigt. Ich begrüße es sehr, wenn die Baulücke auf diesem Filetgrundstück geschlossen wird.“

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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