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Imposantes Haus voller Geschichte(n): Themenwoche zum ehemaligen Jüdischen Waisenhaus

Wo: Jüdisches Waisenhaus, Berliner Str. 120, 13187 Berlin auf Karte anzeigen
Mit einer Themenwoche wird an die Geschichte des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses an der Berliner Straße 120 erinnert.
Mit einer Themenwoche wird an die Geschichte des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses an der Berliner Straße 120 erinnert. (Foto: Bernd Wähner)

Anlässlich des 105. Jahrestages der Eröffnung des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses in der Berliner Straße 120 veranstalten die heutigen Nutzer eine Themenwoche.

Am 25. April um 18 Uhr ist unter anderem die szenische Lesung „Blumkas Tagebuch“ zu erleben. Schüler, die sich regelmäßig im Sprachcafé Polnisch treffen, präsentieren diese Veranstaltung für Familien und tragen Texte aus „Blumkas Tagebuch“ von Iwona Chiemlewska vor. In diesen wird über das Leben im Warschauer Waisenhaus des polnisch-jüdischen Kinderarztes und Pädagogen Janusz Korczak berichtet. Diese Lesung findet in der Janusz-Korczak-Bibliothek statt.

Am selben Tag um 20 Uhr findet an gleicher Stelle die Veranstaltung „Zurück in das Land, das uns töten wollte“ statt. In der Lesung aus ihrem Buch „Erben des Holocaust“ wird die Autorin Andrea von Treuenfeld aus den Lebenserinnerungen jüdischer Migranten berichten, die nach der NS-Zeit nach Deutschland zurückkamen. Es sind Geschichten, die von Verlust und Entbehrung, von Mahnung und Hoffnung geprägt sind.

Am 26. und 27. April jeweils um 9 Uhr präsentiert Klaus Kordon außerdem Schülern sein Buch „Die Lisa“. In ihm erzählt er über das Leben einer Frau in Deutschland. Sie wurde geboren in der Kaiserzeit, erlebte ihre Jugend im Ersten Weltkrieg, durchlebte die Zeit des Nationalsozialismus und die lange friedliche Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Aus seinem Buch „Das Weiszheithaus – Ein Jahrhundertroman“ wird schließlich am 27. April um 19.30 Uhr Holger Siemann in der Janusz-Korczak-Bibliothek lesen. Er erzählt die Geschichte eines ungewöhnlichen Hauses. 2011 erbte Sven Gabbert unerwartet ein Mehrfamilienhaus in Prenzlauer Berg, Baujahr 1900, mit 30 Wohnungen: das Weiszeithaus. Das Dachgeschoss beherbergte ein skurriles Archiv, in dem jemand jahrzehntelang die Werke, Tagebücher, Manuskripte und Briefe des berühmten DDR-Schriftstellers Kurt Weiszheit und Dokumente der Hausbewohner gesammelt hat. Im Spiel mit Wirklichkeiten wird die Geschichte eines Berliner Mietshauses der Erbauerfamilie Weiszheit und seiner Bewohner erzählt.

Vor der Lesung am 27. April bietet der Verein der Förderer und Freunde des ehemaligen Jüdischen Waisenhauses eine Führung durch das Gebäude an. Ab 17 Uhr führt Karin Manns mit viel Detailwissen durch dieses geschichtsträchtige Haus. Weiterhin wird vom 23. bis 27. April im Eingangsbereich der Berliner Straße 120 vom Museum Pankow eine Ausstellung zur Geschichte des Hauses gezeigt.

Informationen zu allen Veranstaltungen in der Themenwoche finden sich auf http://asurl.de/13t4.
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