Auf den Spuren Fontanes
Zwei neue Bücher von Bernd W. Seiler im Quintus Verlag erschienen

Bernd W. Seiler begab sich auf Fontanes Spuren in Berlin und in der Sommerfrische.
  • Bernd W. Seiler begab sich auf Fontanes Spuren in Berlin und in der Sommerfrische.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Der in Pankow beheimatete Quintus Verlag bringt im Fontane-Jahr 2019 zwei Publikationen von Bernd W. Seiler heraus. Zum einen ist im Buch „Fontanes Berlin“ mehr zur „Hauptstadt in seinen Romanen“ zu erfahren, zum anderen begab sich Bernd W. Seiler auf die Spur von „Fontanes Sommerfrischen“.

Seiler ist ein ausgewiesener Experte für das Leben und Werk Theodor Fontanes (1819-1898). „In den 1950er-Jahren lernte man Fontane schon in der Schule kennen, so wie ja auch heute noch manchmal“, sagt er. „‚John Maynard‘ mussten wir auswendig lernen, die ‚Brück’ am Tay‘ oder den Ribbeck’schen Birnbaum zumindest gut vortragen können.“ In der Oberstufe habe man dann „Effi Briest“ gelesen. Das sei eine beunruhigende, verstörende Erfahrung gewesen, gerade weil der Text so leicht aufzunehmen und so gut zu verstehen war, so Seiler.

Und was beeindruckte ihn später als studierten Germanisten an Fontane? Er konnte „in wenigen Abschnitten immer wieder ganze Milieus entstehen lassen, in leicht hingeworfenen Gesprächen die wichtigsten Lebensfragen berühren und die Sprecher damit auch noch charakterisieren. Das machte ihm zu seiner Zeit keiner nach.“ Dass er sich nach „Fontanes Berlin“ in seinem neuen Buch „Fontanes Sommerfrischen“ widmet, erklärt Bernd W. Seiler so: „Fontane hat zwar über 60 Jahre lang in Berlin gewohnt, aber er war auch viel unterwegs. Vor allem hat er sich in den Sommermonaten regelmäßig anderswo aufgehalten.“ Er war oft im Riesengebirge, im Harz oder auch in Karlsbad. Über seine Reiseeindrücke berichtete er immer wieder. Und so lernt man den Menschen Fontane dadurch auch von einer anderen Seite kennen. „Seiner Familie gegenüber, an die er meistens schrieb, war er an die üblichen Rücksichten nicht gebunden und ließ sich so freimütig über alles aus, was ihn an seinen Urlaubsorten erfreute, verwunderte, ärgerte“, erklärt Seiler. „Man erkennt daraus nur umso deutlicher, auf welcher menschlichen Größe die immer versöhnliche Haltung seines Romanwerkes beruht.“

Mehr zu den beiden Fontane-Büchern von Bernd W. Seiler ist auf www.quintus-verlag.de zu erfahren.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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