Brummifahrer sehen oft nicht alles
Dekra-Aktionen zum Thema „Toter Winkel“ am Lkw

Helmut Enk erklärt Schülern auf dem Hof der Rudolf-Dörrier-Grundschule, wie ein Toter Winkel entsteht.
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von Bernd Wähner

Was es mit dem „Toten Winkel“ und daraus resultierenden Abbiegeunfällen zwischen Lkw und Radfahrern auf sich hat, erfuhren Schüler der Rudolf-Dörrier-Grundschule kürzlich auf ihrem Schulhof.

Organisiert wurde die Aktion von Fachleuten der Kfz-Prüfgesellschaft Dekra. Unfälle zwischen abbiegenden Lkw und Radfahrern oder Fußgängern sind in Berlin leider keine Seltenheit und sie enden oft tödlich. Um sie zu verhindern, ist die technische Weiterentwicklung der Fahrzeuge, etwa die Nachrüstung mit Abbiegeassistenzsystemen, eine wichtige Maßnahme. Ebenso wichtig ist aber auch Aufklärungsarbeit über die Gefahren des Toten Winkels.

„Für die Schüler ist es wichtig, dass sie selbst erleben, wo sie ein Lkw-Fahrer sehen kann und wo nicht“, erklärt Helmut Enk, stellvertretender Dekra-Niederlassungsleiter. „Deshalb zeigen wir ihnen direkt am Fahrzeug, wie groß der tote Winkel selbst bei optimaler Einstellung aller vorgeschriebenen Spiegel immer noch ist.“

Unerlässlich ist aus Sicht der Experten, dass alle Verkehrsteilnehmer über die Faktoren informiert sind, die dem Lkw-Fahrer die Sicht und vor allem auch das Erkennen von Radfahrern und Fußgänger erschweren. So kann, je näher sich ein Mensch seitlich oder vor dem Lkw befindet, der Fahrer ihn umso weniger direkt durch die Fenster sehen.

Für den Fahrer ist ein Mensch nur als solcher zu erkennen, wenn er direkt oder indirekt durch die Spiegel genug von ihm sehen kann. „Wenn er nur am Rand des Spiegels ein Paar dunkle Schuhe sieht oder durchs Fenster einige Haare, wird es schwierig“, so Enk. Hinzu kommt, dass die Spiegel die Realität verkleinert oder verzerrt zeigen. „Wer als Fußgänger oder Radfahrer all das weiß, kann auch selbst dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.“

Deshalb: Neben und vor dem Lkw immer größeren Abstand halten. Wer vor einem Lkw die Straße überqueren will, sollte Blickkontakt mit dem Fahrer aufnehmen. Ist das nicht möglich, sollte man lieber warten. Und als Radfahrer sollte man nie an einem an der Ampel wartenden Lkw rechts vorbeifahren.

Mehr Informationen zum Thema toter Winkel und zu anderen Aspekten der Verkehrssicherheit gibt es auf www.dekra-roadsafety.com.

Helmut Enk erklärt Schülern auf dem Hof der Rudolf-Dörrier-Grundschule, wie ein Toter Winkel entsteht.
DEKEA-Experte Helmut Enk erklärt Schülern auf dem Hof der Rudolf-Dörrier-Grundschule, wie ein Toter Winkel entsteht.

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