Aufstockung vom Tisch
Deutsche Wohnen ändert Pläne für Wohnquartier am Jahnsportpark

Deutsche Wohnen will noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Wohnanlage zwischen Tops- und Eberswalder Straße beginnen.
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Die Deutsche Wohnen SE verzichtet bei ihrem großen Modernisierungsvorhaben im Block Tops-, Eberswalder Straße und Schönhauser Allee auf die geplante Aufstockung der Wohnhäuser.

Damit entfallen zum einen die statischen Verstärkungen der Häuser, die bei einer Aufstockung nötig wären. Außerdem brauchen nunmehr auch nicht die vier Aufzüge gebaut werden, informiert Stadtentwicklungsstadtrat Vollrad Kuhn (Bündnis 90/Die Grünen). Die Sanierung des Wohnquartiers durch die Deutsche Wohnen sorgte in den zurückliegenden Monaten für viel Unruhe bei den Mietern. Der Wohnblock liegt unmittelbar am Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark. Und die Mieter fürchten, dass nach den anstehenden Modernisierungsmaßnahmen ihre Mieten immens steigen.

Deshalb schloss das Bezirksamt im Vorfeld eine Vereinbarung zum sozialverträglichen Ablauf der Sanierungsmaßnahmen mit dem Wohnungsunternehmen ab. Die Mieter sind trotzdem weiterhin misstrauisch und haben sich inzwischen in einer Initiative organisiert. Eine ihrer Forderungen war, auf die vorgesehene Aufstockung der Häuser zu verzichten. Denn laut Planung der Deutschen Wohnen sollten nicht nur die 202 Bestandswohnungen modernisiert werden, weitere 49 Wohnungen sollten durch Aufstockung der Häuser neu entstehen, und fünf bis zehn weitere will das Unternehmen in einem Neubau errichten.

Auch die Pankower Verordneten hatten ihre Vorbehalte gegen eine Aufstockung der Häuser. Durch die wegen der Statik nötigen Verstärkungen in den Wohnhäusern und mit dem Bau der vier geplanten Aufzüge erhöhen sich die Gesamtkosten für das Bauvorhaben. Damit würde die Modernisierung unnötig teuer, argumentierten sie.

Dass die Deutsche Wohnen nun Abstand von der Dachaufstockung nimmt, hat laut Kuhn einen triftigen Grund: Die Ausschreibung der betreffenden Arbeiten scheiterte, so der Stadtrat. Die Baubranche ist derzeit so gut mit Aufträgen ausgelastet, dass sich kein Bauunternehmen fand, das die Aufstockung dieser Häuser im geplanten Modernisierungszeitraum ausführen würde. Zwar verzichte die Deutsche Wohnen nun auf die Aufstockung, aber der geplante Neubau komme, so der Stadtrat weiter. Er wird als Ersatz für ein im Zweiten Weltkrieg zerstörtes Gebäude errichtet.

Deutsche Wohnen will noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Wohnanlage zwischen Tops- und Eberswalder Straße beginnen.
Das Unternehmen Deutsche Wohnen will in diesem Jahr mit der Sanierung der Wohnanlage zwischen Topsstraße und Eberswalder Straße beginnen.

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