Mit Spachtel, Lappen und Schwamm
Die Malerin Gundi Wolf stellt ihre Bilder in der Galerie „erstererster“ und bei „Coffee Fellows“ aus

Die Malerin Gundi Wolf lebt seit 13 Jahren im Prenzlauer Berg.
  • Die Malerin Gundi Wolf lebt seit 13 Jahren im Prenzlauer Berg.
  • Foto: Klaus Teßmann
  • hochgeladen von Klaus Teßmann

Die Malerin Gundi Wolf hat in der letzten Juliwoche ihre Bilder in der Galerie „erstererster“ in der Pappelallee 69 gezeigt.

In dieser kleinen Galerie gibt es wöchentlich wechselnde Ausstellungen. Die Künstlerin hat Glück und kann einen Teil ihrer Bilder auch in der ersten Augustwoche weiter zeigen. Mit den großen Schaufenstern lädt die Galerie zum Verweilen ein. Passanten bleiben stehen, sehen sich um und suchen das Gespräch mit der Künstlerin oder dem Galeristen.

Gundi Wolf ist vor 13 Jahren aus Wolfsburg in den Prenzlauer Berg gekommen. „Ich bin nach Berlin gekommen, weil meine Tochter hier ein Studium aufgenommen hatte.“ Seit fünf Jahren wohnt die Künstlerin gleich um die Ecke in der Stargarder Straße. „Vor allem hat mich das kulturelle Leben in Prenzlauer Berg gereizt“, sagt die Künstlerin. Sie hat es bis heute nicht bereut. „Seit fünf Jahren bin ich Rentnerin und kann mich ganz meinem Hobby hingeben“, gesteht sie.

Im Berufsleben war sie Dekorateurin. Sie hat große Verkaufseinrichtungen gestaltet. Die Malerin ist also den Umgang mit großen Flächen und viel Farbe gewohnt. Malen und Zeichnen war immer schon ihre Leidenschaft. „Nun haben mich Freunde auf die Idee gebracht, wieder einmal meine Bilder auszustellen.“ Sie malt keine Figuren, sondern große Flächen. Auch der Pinsel gehört nicht zu ihrem Handwerkzeug. „Die Farben werden mit dem Spachtel oder ähnlichem Werkzeugen aufgetragen.“ Auch der Schwamm oder alte Lappen gehören zum ungewöhnlichen Handwerkszeug der Malerin. Sie hat Ideen von farblichen Verläufen und die bringt sie mit Acrylfarben auf die Leinwand.

Berlin ist nach wie vor für sie eine quirlige, aber auch anstrengende Stadt. Vor allem fällt ihr auf, dass im Wohngebiet ungewöhnlich viele junge Leute mit Kindern wohnen. Aber das macht auch den Reiz für sie aus.

Gleich nach Gundi Wolf stellt Uta Kaliski Keramiken aus. Da können einige Bilder von Gundi Wolf hängen bleiben. Die beiden Künstlerinnen sind befreundet. „Die Keramikerin wohnt zwar hier gleich um die Ecke“, erklärt die Malerin. „Sie arbeitet aber in einer Behinderteneinrichtung in Kreuzberg.“ Die Keramiken sind Arbeiten von Kindern und Jugendlichen aus der Töpferei der Union Sozialer Einrichtungen in der Oranienstraße 26.

Aber auch für Gundi Wolf geht es gleich weiter mit einer neuen Ausstellung. Das Coffee Fellows in der Danziger Straße 1 hat Interesse an Bildern bekundet. Gundi Wolf wird dort einige ihrer Werke zeigen.

„Die Galerie ‚erstererster’ an der Pappelallee gibt es seit 2005“, sagt Galerist Oliver Otto. Es waren Studenten die damals den Laden fanden und sich dort eingerichteten. „Schließlich haben wir die Ausstellungsräume auch für andere Künstler geöffnet“, sagt der Galerist. Der Verein „erstererster“ ist ein Verein für Design. Seit 13 Jahren richtet er regelmäßig Ausstellungen und Vortragsreihen rund um die Bereiche Produkt- und Kommunikationsdesign aus.

Weitere Informationen über die Malerin Gundi Wolf gibt es auf gundiwolf.blogspot.de und zur Galerie unter www.erstererster.de.

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