Die Not der Ärmsten der Armen
Sozialsenatorin Elke Breitenbach und Abgeordnete Clara West teilten warme Suppe aus

Sozialsenatorin Elke Breitenbach teilte im Café Treffpunkt Suppe an Einsame und Bedürftige aus.
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  • Sozialsenatorin Elke Breitenbach teilte im Café Treffpunkt Suppe an Einsame und Bedürftige aus.
  • Foto: Siegfried Fischer
  • hochgeladen von Bernd Wähner

Zwei besondere Helferinnen konnte der Leiter des Cafés Treffpunkt, Siegfried Fischer, vor wenigen Tagen zur Essenausgabe begrüßen. Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Die Linke) kam mit der Wahlkreisabgeordneten Clara West (SPD) in die Kuglerstraße 11.

Beide wollten sich einerseits über die Arbeit dieses von der Heilsarmee betriebenen Treffpunkts informieren, andererseits hatten sie den Wunsch, mit einer ganz persönlichen Aktion auf die Not der Ärmsten der Armen in diesem Winter aufmerksam machen. Beide griffen zur Kelle und verteilten zum Mittag eine leckere Suppe mit Würstchen an die Gäste des Treffpunkts. Die Einrichtung war wie stets gut besucht. Es fand sich kaum noch ein freier Platz. Aber letztlich konnte jeder eine warme Mahlzeit genießen, was bei der aktuellen Witterung vor allem für Menschen ohne Obdach lebenswichtig ist.

Zu DDR-Zeiten war die Heilsarmee völlig aus dem Ostteil der Stadt verbannt worden. Aber im Frühjahr 1991 wagte sie einen Neuanfang. Sie eröffnete seinerzeit das „Café Treffpunkt“ in Prenzlauer Berg. Siegfried Fischer ist seitdem als Leiter dieser Sozialeinrichtung mit dabei. Sein Ziel von Anbeginn: Das Café soll nicht nur ein Treffpunkt für Menschen am Rande der Gesellschaft sein, sondern allen offen stehen, die Gesprächspartner suchen. „Der eine ist nur einsam, der andere hat Suchtprobleme, keine Arbeit oder keine Wohnung. Hilfe brauchen fast alle, die zu uns kommen“, sagt Fischer. Getreu dem Motto der Heilsarmee, für Suppe, Seife und Selenheil zu sorgen, kann man in der Einrichtung etwas essen, sich waschen und einkleiden.

Viele Angebote können Fischer und seine Helfer nur machen, weil sie immer wieder mit Sach- und Geldspenden unterstützt werden. Ein Beispiel dafür ist das Hotel Maritim ProArte. Das stellt dem Café seit einigen Jahren immer wieder seinen Saal zu Heiligabend für eine Weihnachtsfeier zur Verfügung. „Normalerweise ist dafür eine Miete im fünfstelligen Bereich zu zahlen“, weiß Fischer. „Dass wir dort kostenfrei rein dürfen wie gerade erst wieder 2019, begeistert mich jedes Mal. Dafür sind wir dem Management des Hotels sehr dankbar.“

Weitere Informationen zum Café Treffpunkt gibt es im Internet auf www.heilsarmee.de/prenzlauerberg.

Autor:

Bernd Wähner aus Pankow

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