Rot-grün-rote Pläne für den Bezirk
Im Koalitionsvertrag legen SPD, Grüne und die Linke das Augenmerk auf Tegel

 Schlüsselübergabe für den Flughafen Tegel an die Tegel Projekt GmbH im August. Was auf dem Areal in Zukunft passieren soll, ist im Koalitionsvertag immer wieder Thema.
  • Schlüsselübergabe für den Flughafen Tegel an die Tegel Projekt GmbH im August. Was auf dem Areal in Zukunft passieren soll, ist im Koalitionsvertag immer wieder Thema.
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Die voraussichtlich künftige rot-grün-rote Landesregierung hat ihren Koalitionsvertrag vorgelegt. Auf 149 Seiten finden sich Vorhaben, Absichtserklärungen, auch Allgemeinplätze.

Viele Aussagen beziehen sich auf Bezirke, manche wie im Fall von Reinickendorf auf bestimmte Gebiete. Wenn der Bezirk in dem Papier erwähnt wird, dann geht es fast immer um Tegel und das ehemalige Flughafengelände.

Beim Thema Bauen zum Beispiel bekunden SPD, Grüne und die Linke, dass bis 2030 insgesamt 212 000 neue Wohnungen in der Hauptstadt errichtet werden sollen. Mindestens 51 000 davon in 16 namentlich genannten "neuen Stadtquartieren", von denen einige, zumindest bei der Planung gar nicht mehr so neu sind.

Ein aufgeführter Großkiez ist das Schumacher-Quartier auf dem einstigen Flughafenareal, wo bisher ungefähr 5000 Wohnungen vorgesehen sind. Es könnten aber noch mehr werden, weil laut Koalitionsvertrag die neuen Stadtviertel "durch höhere Dichten intensiviert werden". Außerdem sollen weitere Quartiere wie im Bereich Tegel Nord "zügig in die Umsetzung gehen".

Auf dem früheren Flughafengelände spielt auch die Urban Tech Republic eine wichtige Rolle. Das Synergieprojekt aus Wirtschaft, Wissenschaft und Innovation und auch die Freiflächen des früheren Flughafens werden im Koalitionsvertrag wiederholt erwähnt. Weitere Angebote und Räume für Leibesübungen wie beispielsweise ein Bewegungspark "sollen in das Gesamtgelände TXL integriert werden".

Im Kapitel über die weitere Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur geht es vor allem um den öffentlichen Nahverkehr. Die Koalition will Planungen für mehrere neue Straßenbahnstrecken "zügig umsetzen". Eine Tramlinie von Jungfernheide über die Urban Tech Republic zum Schumacher-Quartier gehört dazu.

Auch die von der SPD Reinickendorf so dringend gewünschte Verlängerung der U8 ins Märkische Viertel schaffte es ins Koalitionspapier. Zumindest sollen wie bei anderen favorisierten U-Bahnvorhaben, Nutzen-Kosten-Untersuchungen durchgeführt werden.

Ein weiterer Wunsch aus Reinickendorf, ein Abzweig der U6 vom Kurt-Schumacher-Platz zum ehemaligen Flughafen Tegel und zum Schumacher-Quartier taucht dagegen im Koalitionsvertrag nicht mehr auf.

Autor:

Thomas Frey aus Friedrichshain

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