Bezirk und Pestalozzi-Fröbel-Haus verlängern Vertrag für Familienzentrum

Strahlende Gesichter bei der Unterzeichnung: (von links) Gerd Schmitt, Sibyll Klotz, Sabine Hebenstreit-Müller, Oliver Schworck, Jutta Husemann und Charlotte Marx.
  • Strahlende Gesichter bei der Unterzeichnung: (von links) Gerd Schmitt, Sibyll Klotz, Sabine Hebenstreit-Müller, Oliver Schworck, Jutta Husemann und Charlotte Marx.
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Schöneberg. Wie es die Einrichtung schon im Namen trägt: Hier wird Nachbarschaft groß geschrieben. Damit das so bleibt, haben das Bezirksamt und der Träger, das Pestalozzi-Fröbel-Haus (PFH), ihren Kooperationsvertrag für das Nachbarschafts- und Familienzentrum in der Kurmärkischen Straße 1-3 verlängert.

Die feierliche Unterzeichnung fand im Büro von Sozialstadträtin Sibyll Klotz (Grüne) statt. Mitunterzeichner waren der Stadtrat für Jugend, Ordnung, Bürgerdienste, Oliver Schworck (SPD), und PFH-Direktorin, Sabine Hebenstreit-Müller.

Für die nächsten fünf Jahre kann das das Pestalozzi-Fröbel-Haus, eine Stiftung des öffentlichen Rechts, sein Nachbarschafts- und Familienzentrum weiter betreiben. Seit 17 Jahren ist es in einem sozialen Brennpunkt für Kinder, Familien, Senioren und Hilfesuchende eine wichtige Anlaufstelle.

Die Immobilie war vor 1999 „Haus der Gesundheit“. Mit Mitteln des Quartiersmanagements Schöneberger Norden sowie mit erheblichen Eigenmitteln, wie Gerd Schmitt, Abteilungsleiter des Kinder- und Jugendbereichs des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, erinnert, wurde das Gebäude umgebaut. Es erhielt große Fenster, ein Café, eine Terrasse und den einladenden bunten Buddy-Bär über dem Eingang.

Hier begegnen sich Menschen jeden Alters, denn das Nachbarschaftszentrum nimmt seit 2008 teil am Mehrgenerationenhaus-Programm. Hier wird beraten. Hier gibt es Bildungsangebote unterschiedlichsten Zuschnitts. Deutschkurse, Sozialberatung, Erziehungsberatung, Sprechstunden des Kinder- und Jugendgesundheitsdiensts, Elterncafé, Beratung für Geflüchtete, Näh- und Kochkurse wechseln sich mit Selbsthilfegruppen, Bewohnerinitiativen und interkulturellen Veranstaltungen ab. Getragen wird das Haus von einem tatkräftigen Team von Sozialpädagoginnen aus verschiedenen Herkunftsländern, die den Zugang für die überwiegend migrantische Nachbarschaft sehr erleichtern.

Freiwillige kümmern sich vor allem um die Bildungsbelange der Kinder im „Lernclub“.

In den kommenden Jahren werde der Schwerpunkt der noch stärker auf dem Sozialen liegen, sagt Sabine Hebenstreit-Müller. Im Vertrag festgeschrieben ist auch die Förderung besonderer Projekte. Jutta Husemann, Leiterin des Zentrums, verweist auf ein „Frühstarter-Programm“, das gemeinsam mit der Kita gegenüber umgesetzt wird, dem „Haus der Kinder“. Es soll Migrantenfamilien animieren, ihre Kinder möglichst früh in die Tagesstätte zu schicken. „Viele sind da zögerlich“, so Charlotte Marx vom Haus der Kinder.

„Große Dinge kündigen sich an“, verrät Sibyll Klotz. Doch mehr wollen Sozialstadträtin und Jugendstadtrat dazu gegenwärtig nicht sagen. Nur soviel: Es gehe darum, Zentrum und Kita auf Dauer zu sichern. „Da haben wir eine grandiose Idee“, so Dezernent Oliver Schworck. KEN

Autor:

Karen Noetzel aus Schöneberg

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