Abrechnungsbetrug im großen Stil: Razzia bei Pflegedienst in Spandau

Spandau. Die Polizei hat einen Pflegedienst wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug durchsucht. Beim Sozialamt war der Dienst bereits auffällig geworden.

Großeinsatz der Polizei: Nach intensiven Ermittlungen des Landeskriminalamtes und der Staatsanwaltschaft Berlin haben 115 Beamte am Morgen des 21. April die Geschäftsräume eines ambulanten Pflegedienstes an der Seegefelder Straße sowie die Wohnungen von Mitarbeiterinnen und Patienten durchsucht. Die Leiterin des Pflegedienstes steht im Verdacht, gemeinsam mit sieben Angestellten seit Jahren Pflegeleistungen bei Kranken- und Pflegekassen sowie Sozialämtern betrügerisch abgerechnet zu haben. So wurden bezahlte Leistungen gar nicht oder nur teilweise erbracht. Mindestens 31 Patienten sollen in die Betrügereien involviert gewesen sein. Sie täuschten demnach vor, dass sie pflegebedürftig seien. Der Schaden gegenüber der Pflegeversicherung wird auf fast eine Million Euro beziffert. Bei der Großrazzia durchsuchte die Polizei auch Wohnungen in Brandenburg. Die Pflegedienstleiterin konnte an ihrer Wohnanschrift in Falkensee festgenommen werden.

Bei der Razzia wurden die Beamten auch von Mitarbeitern des Sozialamtes Spandau begleitet. „Das Ergebnis der Durchsuchungen müssen wir jetzt abwarten. Zahlreiche Unterlagen wurden beschlagnahmt“, informierte Sozialstadtrat Frank Bewig (CDU).

Das Sozialamt kontrolliert die Abrechnungen und überprüft die Pflegeleistungen von Pflegediensten. Zuletzt hatte das Sozialamt Spandau dem Landeskriminalamt drei ambulante Pflegedienste wegen des Verdachts auf Abrechnungsbetrug gemeldet. Darunter war auch der jetzt durchsuchte Pflegedienst. uk

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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