Wenn der falsche Polizist anruft: Kriminalamt warnt vor Betrügern

Die Berliner Polizei warnt vor Anrufen falscher Polizeibeamter. Mit diesem Trick versuchen die Täter Geld vor allem von Senioren zu holen.

Das Telefon klingelt, im Display wird die 110 angezeigt. Der Anrufer gibt sich als Polizeibeamter aus und erkundigt sich nach Bargeld, Schmuck oder anderen Wertsachen. In so einem Fall kann der Angerufene sicher sein, dass es sich nicht wirklich um einen Anruf der Polizei, sondern um Betrug handelt. Trotzdem warnt die Berliner Polizei davor, denn stadtweit kommt es gerade vermehrt zu solchen Anrufen.

Und so läuft die Masche ab: Der Betrüger rät dem Angerufenen zum Selbstschutz Bargeld und Wertgegenstände in Sicherheit zu bringen und zwar, indem er sie einem Polizeibeamten übergibt. Der Betrüger bietet an, die Wertgegenstände persönlich abzuholen. Opfer dieses Betrugs werden oft ältere Menschen. Ausgewählt werden sie laut Polizei, indem die Betrüger das Telefonbuch nach typischen Vornamen der entsprechenden Jahrzehnte durchsuchen. Wer Gertrud, Gustav oder Heinrich heißt, könnte also ein potenzielles Opfer sein.

Das Landeskriminalamt rät bei einem derartigen Anruf sofort aufzulegen und anschließend den Polizeinotruf 110 zu wählen. Wertsachen und größere Geldbeträge sollten nicht zu Hause aufbewahrt werden. Fremde Personen, die an der Wohnungstür klingeln, nicht in die Wohnung lassen und bei Bedarf Nachbarn um Hilfe bitten. Von Firmenmitarbeitern oder Polizisten sollte man sich immer den Ausweis zeigen lassen.

Autor:

Ulrike Kiefert aus Spandau

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