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Grünen wollen Fußverkehrsrat: Skepsis bei CDU und Linken

Spandau. Analog zum Spandauer „FahrRat“ haben die Grünen in der BVV jetzt einen „Fußverkehrsrat“ gefordert.

Ein Gremium nur für Fußgänger? Das wäre berlinweit einmalig. Doch genau das wollen die Grünen in Spandau. Denn nach dem „FahrRat“ für Radfahrer sei es an der Zeit, auch den Fußverkehr stärker zu fördern. „Die Zahl der Fußgänger nimmt zu, darauf müssen wir reagieren“, begründete Christoph Sonnenberg-Westeson die Forderung. Aufgabenfelder gebe es genug: zu kurze Grünphasen an Ampeln, mangelnde Querungshilfen, zu schmale Fußwege und viele andere Konfliktstellen mit Autofahrern oder Radlern. Der Fußverkehrsrat soll den Bezirk auf diese Probleme hinweisen und Lösungsstrategien mitentwickeln.

Sollten alle Verkehrsteilnehmer gleich behandelt werden?

CDU und Linkspartei befürchteten dagegen eine „Überbürokratisierung“ von Gremien und Arbeitskreisen. „Wenn es den Grünen offenbar um den nicht-motorisierten Verkehrt geht, was machen wir dann mit den Inline-Skatern“, fragte Michael Theis (CDU) ironisch. Lars Leschewitz, Fraktionschef der Linken, schlug vor, den Fußverkehrsrat in den FahrRat zu integrieren. Dort könnten Fußgänger und Radfahrer dann gemeinsam über Probleme diskutieren. Die CDU wiederum forderte die Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer. „Wir sollten endlich mal an alle denken, also an Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger“, so Arndt Meißner. Der Antrag der Grünen wurde in der BVV am 1. März in den Verkehrsausschuss überwiesen. Dort wird dann weiterdiskutiert. Das Ende ist offen. uk

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