Im Südwesten lebt es sich sicher
Steglitz-Zehlendorf hatte 2017 die wenigsten Straftaten in Berlin

Die Polizei hat den Kriminalitätsatlas 2017 vorgelegt. Er ist erstmals als interaktive Online-Version  auf https://www.kriminalitaetsatlas.berlin.de/ verfügbar. Wie schon in den Vorjahren zeigt sich erneut, dass es im Südwesten mit der Sicherheit am besten bestellt ist.

In Steglitz-Zehlendorf gab es insgesamt nur 23 409 Straftaten, das ist die niedrigste Zahl in Berlin. Zum Vergleich: im Nachbarbezirk Tempelhof-Schöneberg wurden 39 611, in Neukölln 42 520 Delikte registriert. Spitzenreiter ist Mitte mit 96 176 Fällen bei nur 70 000 Einwohnern. Die zweite positive Nachricht ist, dass in Steglitz-Zehlendorf die Zahl der Straftaten kontinuierlich zurückgegangen ist, 2013 waren es noch 26 876 Fälle.

Bei der Zahl der Fahrraddiebstähle liegt der Südwesten im Berliner Mittelfeld. Im  vergangenen Jahr wurden 2543 Fahrräder gestohlen. Gerade mal 69 Anzeigen gab es im Bereich Straßenraub, wiederum die niedrigste Anzahl in der Hauptstadt. Relativ hoch mit 768 Fällen ist die Anzahl der Einbrüche in Wohnungen – in Mitte waren es 960 erfasste Taten. Rauschgiftdelikte gab es 373, weniger waren es nur noch in Lichtenberg.

Die zwölf Berliner Bezirke sind in 138 Regionen unterteilt. Dargestellt sind 17 Deliktsbereiche – von Taschendiebstahl über Körperverletzung bis zum Wohnungseinbruch.

Aufgeteilt ist der Bezirk in die Unterregionen Zehlendorf-Südwest, Zehlendorf-Nord, Teltower Damm, Schloßstraße, Albrechtstraße, Drakestraße, Lankwitz und Ostpreußendamm. In diesen Gebieten gibt es große Unterschiede.

So sind auf der Shoppingmeile Schloßstraße 2405 Diebstähle zu verzeichnen, in Zehlendorf-Nord 1785, diese Regionen liegen im Spitzenfeld der Berliner Bezirke. Ganz unten liegt Steglitz-Zehlendorf mit der Anzahl von Körperverletzungen, es gab 1674 Fälle, davon die meisten in den Regionen Albrechtstraße und Ostpreußendamm.

Neben den absoluten Fallzahlen sind im Kriminalitätsatlas auch Häufigkeitszahlen (HZ) aufgeführt. Sie beziehen sich auf jeweils 100 000 Einwohner und erlauben einen besseren Vergleich auf der regionalen Ebene.

Die kleinteilige Verteilung der Kriminalitätsbelastung in Berlin wird von der Polizei seit 2008 ausgewertet und jeweils im Abstand von zwei Jahren veröffentlicht.

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