Mit der U-Bahn bis in den Speckgürtel?
Die Bezirksverordnetenversammlung diskutiert über eine Verlängerung der U9 bis Teltow

Die U9 bis Lankwitz oder gar bis nach Teltow? SPD und CDU in der BVV haben dazu jeweils eigene Anträge gestellt.
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  • hochgeladen von Karla Rabe

Sie wäre eine gute Alternative zum Auto für Pendler und künftige Bewohner von Lichterfelde-Süd – die Verlängerung der U-Bahnlinie 9 bis nach Teltow. Darüber diskutiert derzeit die Bezirksverordnetenversammlung.

Die CDU-Fraktion möchte die U9 vom Rathaus Steglitz aus über Lichterfelde/Lankwitz/Marienfelde bis nach Teltow führen. Das Bezirksamt soll sich dafür beim Land Berlin einsetzen. Pläne bis nach Marienfelde gibt es schon. „Mit dem Bau der U9 bis Rathaus Steglitz gingen weitergehende Planungen von einer Fortsetzung der U9 über Lichterfelde/Lankwitz bis nach Marienfelde aus“, erklärt Harald Mier, Initiator des CDU-Antrages. Vor der Wende sah man aber keine Notwendigkeit dafür. Das sei heute anders. Mier: „Die Zusammenführung des Südwestens mit dem Speckgürtel macht eine weiter gefasste Verkehrsanbindung erforderlich.“ Eine zukunftsträchtige Verkehrsanbindung dürfe nicht auf Pendlerströme per PKW setzen, die zu langen Staus führen. „Wir brauchen eine attraktive, vielschichtige Anbindung durch den ÖPNV, und zwar in erster Linie schienengebunden und nicht über Busverkehr“, so die CDU-Fraktion in ihrem Antrag.

SPD und CDU berufen sich auf alte Senatspläne

Auch die SPD-Fraktion knüpft an die alten Senatspläne an. Der Fraktion reicht allerdings eine Verlängerung der U9 nach Lankwitz Kirche. Schon dieses Angebot könnte den Verkehr reduzieren, vor allem im Hinblick auf das neue Wohngebiet in Lichterfelde-Süd. Hier müsse man schätzungsweise mit rund 5000 bis 7000 neuen Autos rechnen. „Ausweichmöglichkeiten auf den öffentlichen Nahverkehr sind daher unabdingbar“, begründet die SPD ihren Antrag. Eine Umsteigemöglichkeit vom S-Bahnhof Lankwitz in eine fußläufige Anbindung an die U9 würde sich anbieten.

Bereits 1982 war geplant, 1984 den Weiterbau der U9 bis nach Lankwitz beginnen zu lassen. Für den Tunnelabschnitt zwischen Rathaus Steglitz und Albrechtstraße bestehen bereits Rohbauten. Ein Gutachten der IHK von 2018 besagt, dass ein Ausbau der U9 perspektivisch sinnvoll ist.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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