Junge Grüne wollen mehr Grün
Grüne Jugend fordert klimapolitisches Sofortprogramm für den Bezirk

Die Grüne Jugend sorgt sich um ihren "grünen Bezirk". Sie fordern vom Bezirksamt ein Umdenken in der Umwelt- und Verkehrspolitik.
  • Die Grüne Jugend sorgt sich um ihren "grünen Bezirk". Sie fordern vom Bezirksamt ein Umdenken in der Umwelt- und Verkehrspolitik.
  • Foto: K. Rabe
  • hochgeladen von Karla Rabe

Die Grüne Jugend Steglitz-Zehlendorf hat ein klimapolitisches Sofortprogramm für den Bezirk beschlossen. Darin stellen sie Forderungen zu Ökologie, Verkehr, Bau, Schulen und Wirtschaft auf. Die jungen Leute mahnen ein sofortiges Umdenken in Verkehrs- und Umwelt- sowie Wirtschaftspolitik an.

„Es kann nicht sein, dass auf Landesebene die Ausrufung des Klimanotstandes diskutiert wird und wir im Bezirk jährlich die Fällung von Bäumen tolerieren und nur unzureichend neue Bäume nachpflanzen“, sagt einer der Antragsteller Alexander Kräß. Gerade in Steglitz-Zehlendorf, wo die Bezirkspolitk von Autolobbyismus und einer Aversion gegen Grünflächen geprägt sei, müsse ein Ruck durch die politische Landschaft gehen, um ein wirkliches Umdenken zu erreichen.

Konkret fordert die Grüne Jugend in ihrem Programm unter anderem vom Bezirksamt einen sofortigen Rodungsstopp von Bäumen und die Pflanzung von 12 000 neuen Bäumen im Bezirk bis 2025. Allein im Jahr 2017 seien an die 1000 Bäume im Bezirk gefällt worden. Im gleichen Zeitraum wurden jedoch nur wenige hundert nachgepflanzt, kritisiert die Jugendorganisation. Das sei klimapolitisch nicht zu verantworten.

Auch was die Fällungen im privaten Raum betrifft, sieht die Grüne Jugend Handlungsbedarf und setzt sich für eine Mindestgebühr für das illegale Fällen von Privatbäumen ein. Sie soll 30 000 Euro pro Baum betragen.

In ihrem Programm fordern die Mitglieder auch ein Umdenken in der Verkehrspolitik. Um den Fahrrad- und Fußgängerverkehr zu fördern, müsse der Bezirk mehr Spiel- und Radstraßen ausweisen. Somit hätten Radfahrer, Fußgänger und Anwohner mehr Platz für sich.

Gefordert wird auch eine Reduzierung von Parkplätzen. „Es gibt kein Recht auf einen Autoparkplatz“, heißt es in dem Programm. Im Bezirk gäbe es immer noch zu viele kostenlose Parkplätze, deshalb fordern die Jugendlichen eine allgemeine Erhebung von Parkplatzgebühren von derzeit 1 Euro pro Stunde auf drei Euro.

Ein weiterer Punkt des Programms befasst sich mit der Mobilität und dem Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs. Die jungen Grünen fordern die Schaffung von Busspuren und Straßenbahnlinien sowie die Prüfung von Oberleitungsbussystemen. Auf Strecken, auf denen eine Straßenbahnlinie nicht umsetzbar sein, könnte durch die Nutzung von Oberleitungsbussen ein klimapolitisches Zeichen gesetzt werden. Die O-Busse seien emissionsfrei und hätten eine höhere Reichweite.

Autor:

Karla Rabe aus Steglitz

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