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BVG startet Modellversuch mit sprechenden Haltestellen

Eine der „sprechenden Bushaltestellen“ befindet sich am Hermann-Ehlers-Platz an der Schloßstraße.
Eine der „sprechenden Bushaltestellen“ befindet sich am Hermann-Ehlers-Platz an der Schloßstraße. (Foto: K. Rabe)

Seit Kurzem sprechen einige Bushaltestellen und Busse der Linie 186 in der Schloßstraße mit den Fahrgästen. Plötzlich teilt eine Stimme die wichtigsten Informationen zu Abfahrten und Abfahrtszeiten mit. Dieser neue Service gehört zu einem Modellversuch der BVG.

An den Haltestellen Kaisereiche, Walther-Schreiber-Platz, Schloßstraße und Kieler Straße in südlicher Richtung der Buslinie 186 findet der Versuch statt. In Gegenrichtung ist die Haltestelle am Hermann-Ehlers-Platz mit der neuen Technik ausgestattet. Die Haltestelle nennt die kommenden Abfahrten und kündigt den ankommenden Bus an. Außerdem sind zehn der 186er-Busse so ausgestattet, dass die wichtigsten Informationen im Bus angesagt werden. Vier weitere Fahrzeuge der Linie und ebenso viele Haltestellen sind mit einer Technik für eine App-basierte Ansage ausgestattet. Die Informationen können dann über das Smartphone abgerufen werden.

Das Projekt sei ein weiterer Schritt zu mehr Barrierefreiheit und vor allem für blinde und sehbehinderte Menschen von großem Vorteil, teilt die BVG mit. Nachdem bereits 121 U-Bahnhöfe dank Ansagen und dem Blindenleitsystem barrierefrei für blinde und sehbehinderte Menschen sind, sollen nun auch Busse und Straßenbahnen dem Zwei-Sinne-Prinzip folgend barrierefrei gestaltet werden. Das heißt, dass mindestens zwei der Sinne Sehen, Hören und Tasten angesprochen werden.

Während der einjährigen Testphase werden die verschiedenen Lösungen auf Anwenderfreundlichkeit und Zuverlässigkeit von einer Gruppe Sehbehinderter und Blinder getestet. Unter anderem geht es um die Frage der richtigen Akustik. Die Ansagen sollen für die Testpersonen laut genug und verständlich sein, zugleich aber für Anwohner der Haltestellen so leise wie möglich bleiben.

Das Projekt wird im Auftrag der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz sowie der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales durchgeführt und aus dem Landeshaushalt finanziert.

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