SPD möchte den Kiezfonds erweitern
Förderung bisher auf Schöneberg begrenzt

Der Kiezfonds fördert Eigeninitiativen, Nachbarschafts- und Integrationsprojekte, Wohngebietsaufwertungen und Stadtteilkultur. Bisher gibt es ihn jedoch ausschließlich in Schöneberg. Die Sozialdemokraten wollen dies ändern.

Der Bezirksverordnete Christoph Götz hat einen Antrag eingebracht, in dem er das Bezirksamt auffordert, die Förderkulisse für Maßnahmen auszuweiten. Statt lediglich Projekte aus dem Gebiet zwischen Großgörschenstraße, Potsdamer Straße, Hauptstraße, Innsbrucker Platz und Schöneberger Insel zu finanzieren, sollten künftig auch Orte wie die Oberlandgärten in Tempelhof und Großsiedlungen in Lichtenrade und Marienfelde einbezogen werden. Zugleich sollten laut Götz die Mittel in einem transparenten und einheitlichen Verfahren vergeben werden.

Der Startschuss zum Kiezfonds fiel 2003 zur Stabilisierung des ehemaligen Sanierungsgebiets Kolonnenstraße. Sechs Jahre später wurde der Geltungsbereich um die Schöneberger Insel erweitert. Nachdem der Kiezfonds Kolonnenstraße Ende 2010 ausgelaufen war, wurde ein neuer für ein deutlich größeres Gebiet, den Ortsteil Schöneberg, aufgelegt. Für 2018 und 2019 hat das Bezirksamt dafür jeweils 25 000 Euro zur Verfügung gestellt. Jeder Bürger kann einen Antrag stellen. Eine Jury entscheidet über die Vergabe.

„Es ist nach Ablauf von mittlerweile 16 Jahren und deutlichen Veränderungen im Bezirk kein Grund mehr dafür ersichtlich, dass diese Maßnahme ausschließlich auf den Ortsteil Schöneberg beschränkt sein sollte“, gibt Christoph Götz zu bedenken. Vielmehr seien zwischenzeitlich auch in anderen Quartieren Problemlage eingetreten, die eine solche Förderung sinnvoll erscheinen ließen.

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