Berlin möchte Böllerverbote einführen
Kontrollen durchs Ordnungsamt jedoch schwierig

Im Juni 2018 forderte die Seniorenvertretung des Bezirks in einem Antrag, dass der Feuerwerkslärm eingedämmt werden sollte. „Das extrem laute und gesundheitsgefährdende Silvesterfeuerwerk“ sollte demnach „auf ein geringeres Maß“ reduziert werden.

Ordnungsstadträtin Christiane Heiß (Grüne) teilte nun mit, dass innerhalb der Senatsverwaltung für Inneres bereits ein Böllerverbot an bestimmten Örtlichkeiten angedacht werde. Das Ordnungsamt sei allerdings nur eingeschränkt in der Lage, effektive Kontrollen zur Einhaltung durchzuführen. „Hier treten die gleichen Schwierigkeiten wie bei illegaler Müllablagerung auf. Es ist nicht einfach, im Moment des Böllerns die Tat zu überwachen und zu ahnden. Hinzu kommt die beschränkte Personalstärke“, so Heiß.

Unabhängig davon hatte das Ordnungsamt in seiner Zuständigkeit für Jugendschutzkontrollen im vergangenen Jahr im Schöneberger Norden mit einem Minderjährigen und in Begleitung der Polizei Testkäufe von Silvesterfeuerwerk durchgeführt. Ergebnis: Die Hälfte aller überprüften Betriebe gaben unerlaubt Feuerwerkskörper an Jugendliche ab. Dennoch zog die Stadträtin ein positives Fazit der Aktion. „Besonders auffällig war, dass eine hohe Anzahl der sogenannten Spätkaufbetriebe, die in der Vergangenheit Feuerwerk angeboten haben, im Jahr 2018 diesen Verkauf nicht fortgeführt haben. Dies wird als Erfolg der hiesigen Maßnahmen gesehen“, so Heiß.

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