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Auge um Auge: Spielerische Duelle

Vier Vorschläge wie künftig auf spielerische Weise Duelle am Wohnzimmertisch ausgetragen werden können.
Vier Vorschläge wie künftig auf spielerische Weise Duelle am Wohnzimmertisch ausgetragen werden können. (Foto: L.U. Dikus)

Manche Spiele verlangen mindestens drei Teilnehmer. Bei anderen wird deren Zahl zwar mit zwei und mehr angegeben. Doch oftmals erweist sich, dass sie in Minimalbesetzung nicht so richtig zünden. Die Verlage sind deshalb verstärkt dazu übergegangen, Ausgaben speziell für zwei Spieler herauszubringen.

Unseren Reigen gelungener Umsetzungen soll Uwe Rosenbergs Kartenspiel „Bohnanza: Das Duell“ (Amigo) eröffnen. Dessen Besonderheit besteht darin, dass Handkarten nicht umsortiert werden dürfen und stets die vorderste davon ausgespielt werden muss. Beim Duell bieten die beiden Kontrahenten einander abwechselnd einzelne Bohnen-Karten, mit denen sie selbst nicht glücklich sind, als Geschenk an. Damit der Gegner anbeißt, sollte das Angebot einen gewissen Reiz für ihn haben, sofern man ihm nicht seinerseits ein bestimmtes Angebot entlocken möchte.

Trotz seines englischen Titels sind Anleitung und Kartentexte in „Bang! The Duel“ von Emiliano Sciarra (Abacusspiele) auf Deutsch gehalten. Es simuliert eine wüste Schießerei zwischen Gesetzeshütern und Banditen auf dem Niveau eines gehobenen Bier-&-Brezel-Spiels, was zu deftigen Begleitkommentaren geradezu einlädt. Für ihre Kämpfe bedienen sich die beiden Kontrahenten aus anfangs getrennten Kartenstapeln. Diese liefern nicht nur Schusswaffen und Dynamit. Vielmehr ist auch mit Indianerüberfällen, rasenden Büffelherden und anderen bösen Überraschungen zu rechnen.

Deutlich anspruchsvoller geht es bei „7 Wonders – Duel“ von Antoine Bauza und Bruno Cathala (Repos) zu, das ebenfalls mit deutscher Anleitung geliefert wird. Tragendes Element ist die Zusammenstellung einer eigenen Kartenhand aus Kartensätzen, die von Spieler zu Spieler weitergereicht werden. Zu Beginn der drei Phasen liegen jeweils 20 Karten leicht versetzt in mehreren Reihen aus, einander wie Dachschindeln überlappend. Dadurch besteht auf weiter hinten liegende Karten erst Zugriff, wenn die davor aufgenommen worden sind. Zudem werden die Karten jeder zweiten Reihe erst dann aufgedeckt. Ziel der beiden Duellanten ist, Siegpunkte durch Errichtung von Gebäuden und Weltwundern zu sammeln.

Zur Entspannung bietet sich „Qwixx – Das Duell“ von Steffen Benndorf (NSV) an, das als muntere Würfelkeilerei angelegt ist. Gekeilt wird sich auf vier Farbreihen aus den Zahlen von zwei bis zwölf in auf- beziehungsweise absteigender Folge, die nach und nach mit Steinen der beiden Streithähne belegt werden. Auf der Jagd nach Punkten müssen die Steine grundsätzlich immer von links nach rechts auf freien Feldern platziert werden, wobei Lücken erlaubt sind. Einzig den eigenen vordersten Stein einer Reihe darf man mit einem weiteren sichern, damit er nicht vom Gegner geschlagen werden kann, zumal dies Extrapunkte bringt. Zum Schluss wird der Wert der belegten Felder einer Reihe mit deren Anzahl multipliziert. L.U. Dikus

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