Ausstellung mit Satellitenaufnahmen der Erde in Vorbereitung

Der Geologe Joachim Pohlmann präsentiert die Welt demnächst im Rathaus Tempelhof von einem spektakulären Blickpunkt aus.
  • Der Geologe Joachim Pohlmann präsentiert die Welt demnächst im Rathaus Tempelhof von einem spektakulären Blickpunkt aus.
  • Foto: HDK
  • hochgeladen von Horst-Dieter Keitel

Tempelhof. Im Rathaus Tempelhof wird eine spektakuläre Ausstellung vorbereitet. Demnächst werden 21 Fotografien aus ungewöhnlicher Perspektive gezeigt. Zum Beispiel die Berliner Mauer, die brennenden Ölquellen in Kuwait oder die Umweltkatastrophe von Rio de Janeiro.

Das Besondere: Die Bilder wurden zwischen 1983 und 1991 von militärisch gesteuerten US-Satellitenkameras aufgenommen, die unsere Welt in einer Entfernung von 910 beziehungsweise 705 Kilometer umkreisen. „Wir, das heißt, eine Forschungsgruppe der Freien Universität Berlin, Institut für Angewandte Geologie, Abteilung Fernerkundung, gehörten damals zu den ersten Wissenschaftlern, die derartige Aufnahmen ausdrucken, für zivile Zwecke nutzen, bearbeiten und klassifizieren durften“, erinnert sich der promovierte Geologe Joachim Pohlmann aus Mariendorf. „Wir brauchten die Bilder hauptsächlich zur Raumplanung und Entwicklungsarbeit unter geologischen Gesichtspunkten“, so der Experte zur Berliner Woche.

Eine Auswahl, insgesamt 21 Bilder von vier Kontinenten, hat Pohlmann (69), der längst im Ruhestand ist, nun wieder hervorgekramt und gerahmt, um sie voraussichtlich ab Herbst unter der Überschrift „Entwicklungszusammenarbeit trifft Kunst“ im Rathaus am Tempelhofer Damm 165 zu präsentieren. Und weil diese Fotos zwar eine spezielle Ästhetik ausstrahlen, aber ihre Bedeutung nicht für jedermann beziehungsweise nur von den wenigsten Betrachtern auf den ersten Blick zu entschlüsseln sein dürfte, hat Pohlmann noch eine übliche, mit nummerierten Fähnchen abgesteckte Weltkarte dazu getan. Jedes Fähnchen markiert ein Bild mit der jeweils entsprechenden Ortsangabe. Zum Beispiel gibt es eine Berlin-Aufnahme, durch die sich beim genaueren Hinsehen deutlich sichtbar die Mauer schlängelt.

Und damit auch alles klappt, hat der Geologe kürzlich eine Art Feldversuch durchgeführt und die Ausstellung schonmal probeweise ins Rathaus gebracht. „Ich weiß jetzt, wie, wo und in welcher Reihenfolge ich die Sachen an die Wände hängen werde“, sagt Pohlmann. Wann genau das sein wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. „Voraussichtlich Ende August, Anfang September“, so der rüstige Pensionär, der übrigens auch in der Tempelhof-Schönberger Seniorenvertretung aktiv ist. HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

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