Drahteselchaos geht weiter: Fahrradbügel sind zu teuer

Weil der Bezirk kein Geld für neue Fahrradbügel hat, bleibt das Drahteselchaos am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke wohl erhalten. | Foto: HDK
3Bilder
  • Weil der Bezirk kein Geld für neue Fahrradbügel hat, bleibt das Drahteselchaos am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke wohl erhalten.
  • Foto: HDK
  • hochgeladen von Horst-Dieter Keitel

Tempelhof. Immer mehr Radler sind in der Stadt unterwegs. Als Folge sind reguläre Abstellplätze für Drahtesel knapp geworden. Ein schönes Beispiel ist am U-Bahnhof Platz der Luftbrücke zu besichtigen. Dort stapeln sich die Räder förmlich.

Wo Duden- und Manfred-von-Richhofen-Straße gegenüber vom Platz der Luftbrücke zusammentreffen, herrscht zuweilen blankes Chaos. Die wenigen Fahrradständer reichen längst nicht mehr, um den Bedarf auch nur annähernd zu decken. Weitere reguläre Anschlussmöglichkeiten gibt es in der Umgebung kaum. Um Abhilfe zu schaffen, hatte die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) bereits im November 2014 (die Berliner Woche berichtete) auf Antrag der SPD beschlossen, die am U-Bahnhof befindlichen Fahrradständer weitgehend abzubauen und stattdessen „an geeigneter Stelle im Umfeld in Absprache mit der BVG zeitgemäße Anlehnbügel in angemessener Anzahl“ zu installieren. Die Bügel sollten schließlich in einen Parkhafen in der Manfred-von-Richthofen-Straße eingebaut werden. Im Gegensatz zu den sogenannten Felgenkillern, wo im Prinzip nur das Vorder- oder Hinterrad angeschlossen werden kann, sollen die Bügel auch mehr Sicherheit vor Diebstahl bringen, weil der Rahmen angeschlossen werden kann.

Nun, ein knappes Jahr nach dem Beschluss, wollte der SPD-Bezirksverordnete und stadtentwicklungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Christoph Götz, wissen, wann denn nun endlich mit den Arbeiten begonnen werden soll. Nach Lage der Dinge wohl überhaupt nicht.

Jedenfalls antwortete Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) auf eine Kleine Anfrage der SPD, dass dies nicht in der vorgesehen kostengünstigen Form erfolgen könne. Der betreffende Bereich müsse vielmehr zunächst aufwendig mit einem Bord umfasst und zu einem Gehweg umgestaltet werden – wofür das Geld aber fehle. Götz empört: „Mit dieser Ansage, dass der exemplarische Bereich zunächst in einen Gehweg umgestaltet werden müsse, ist die Idee für unseren Bezirk insgesamt praktisch tot, denn dafür fehlt derzeit und auch absehbar das Geld.“ HDK

Autor:

Horst-Dieter Keitel aus Tempelhof

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Beitragsempfehlungen

BauenAnzeige
2024 war Richtfest für die Grundschule in der Elsenstraße. | Foto: SenBJF
7 Bilder

Berliner Schulbauoffensive 2016-2024
Erfolgsgeschichte für unsere Stadt

Die Berliner Schulbauoffensive ist nach wie vor eines der zentralen Projekte unserer Stadt. Mit aktuell mehr als 44.000 neu entstandenen Schulplätzen setzt die Offensive ihre Ziele erfolgreich um. So wurden von 2016 bis 2023 bereits 5 Milliarden Euro in moderne Bildung investiert. Auch in den kommenden Jahren wird das derzeit größte Investitionsvorhaben für Schulen fortgesetzt. Die Offensive geht weiter und führt zu einer dauerhaft verbesserten schulischen Umgebung für unsere Schülerinnen und...

  • Charlottenburg
  • 13.12.24
  • 233× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 180.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom baut Netz aus
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Ab Dezember starten die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Borsigwalde, Friedenau, Frohnau, Hakenfelde, Lichtenrade, Lübars, Mariendorf, Neu-Tempelhof, Reinickendorf, Schöneberg, Spandau, Tegel, Waidmannslust, Wilhelmstadt und Wittenau. Damit können weitere rund 180.000 Haushalte und Unternehmen in Berlin einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2030 plant...

  • Borsigwalde
  • 11.12.24
  • 992× gelesen
WirtschaftAnzeige
Einstiegstüren machen Baden und Duschen komfortabler. | Foto: AdobeStock

GleichWerk GmbH
Seniorengerechte Bäder und Duschen

Seit März vergangenen Jahres ist die Firma GleichWerk GmbH in Kremmen der richtige Partner an Ihrer Seite, wenn es um den Innenausbau Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung geht. Darüber hinaus bietet das Unternehmen auch seine Dienste für Hausverwaltungen an. Geschäftsführender Inhaber des Fachbetriebs ist Dennis Garte, der nach jahrelanger Berufserfahrung den Schritt in die Selbstständigkeit wagte, wobei er über ein großes Netzwerk an Kooperationspartnern sowie angesehenen Handwerksfirmen verfügt....

  • Umland Nord
  • 04.12.24
  • 651× gelesen
WirtschaftAnzeige
Für weitere rund 84.000 Haushalte in Berlin baut die Telekom Glasfaserleitungen aus. | Foto: Telekom

Telekom vernetzt
Glasfaser-Internet hier im Bezirk

Aktuell laufen die Arbeiten zum Ausbau des hochmodernen Glasfaser-Netzes in Berlin auf Hochtouren. Neue Arbeiten starten nun auch in Alt-Hohenschönhausen, Fennpfuhl, Friedrichsfelde, Friedrichshain, Karlshorst, Kreuzberg, Lichtenberg und Rummelsburg. Damit können nun rund 84.000 Haushalte und Unternehmen einen direkten Glasfaser-Anschluss bis in die Wohn- oder Geschäftsräume erhalten. Die Verlegung der Anschlüsse wird im Auftrag der Telekom durchgeführt. Bis 2023 plant die Telekom insgesamt...

  • Alt-Hohenschönhausen
  • 11.12.24
  • 1.140× gelesen
KulturAnzeige
Blick in die Ausstellung über den Palast der Republik. | Foto: David von Becker
2 Bilder

Geschichte zum Anfassen
Die Ausstellung "Hin und weg" im Humboldt Forum

Im Humboldt Forum wird seit Mai die Sonderausstellung „Hin und weg. Der Palast der Republik ist Gegenwart“ gezeigt. Auf rund 1.300 Quadratmetern erwacht die Geschichte des berühmten Palastes der Republik zum Leben – von seiner Errichtung in den 1970er-Jahren bis zu seinem Abriss 2008. Objekte aus dem Palast, wie Fragmente der Skulptur „Gläserne Blume“, das Gemälde „Die Rote Fahne“ von Willi Sitte, Zeichnungen und Fotos erzählen von der damaligen Zeit. Zahlreiche Audio- und Videointerviews geben...

  • Mitte
  • 08.11.24
  • 2.030× gelesen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.